
Mythen im Straßenverkehr (3)
Vermeintlich kleine Regelverstöße im Straßenverkehr wirken vielleicht harmlos – können aber fatale Folgen haben. In Teil 3 unserer Serie entlarven wir weitere Mythen.

Im Zeichen von Arbeitssicherheit, technologischem Fortschritt und Zukunftsvisionen stand die diesjährige BGHW-Fachtagung „Sicherheit und Gesundheit in Handel und Warenlogistik“. Sie zog über 300 Fach- und Führungskräfte an, die sich drei Tage lang über wichtige Branchenthemen informierten. Unter dem übergeordneten Ziel der „Vision Zero“ – einer Arbeitswelt ohne schwere oder tödliche Unfälle – bot die Tagung eine Plattform für den intensiven Austausch zu Megatrends wie Künstliche Intelligenz, die Cannabis-Legalisierung und innovative Präventionskonzepte.
Der erste Veranstaltungstag startete mit einer klaren Positionierung. Manfred Wirsch, der Vorstandsvorsitzende der BGHW, begrüßte die Teilnehmenden und verdeutlichte, dass der Schutz der Beschäftigten auch in einer sich rasant digitalisierenden Arbeitswelt das Fundament erfolgreicher Unternehmensführung bleiben muss. Direkt im Anschluss warf die Handelsexpertin und Zukunftsforscherin Theresa Schleicher in ihrer Keynote „Next Level Retail“ einen Blick auf die fundamentalen Umbrüche der Branche. Sie zeigte auf, wie sich die Arbeitsrealitäten in Logistikzentren und Filialen durch neue Plattformökonomien verschieben und gab wertvolle Einblicke, welche teilweise paradoxen Entwicklungen – von globalen Lieferketten bis hin zu lokalem Stolz – auf Handel und Logistik zukommen.
Ein wissenschaftliches und technologisches Highlight setzte Professor Kai Furmans vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). In seinem Vortrag über semantische KI und Robotik in der Intralogistik zeichnete er ein greifbares Bild der Transformation: „Wir bringen Maschinen gerade bei, die Welt zu verstehen. Und damit beginnt eine neue Phase – für die Logistik, für Unternehmen und für unsere Gesellschaft insgesamt“, sagte Furmans. Er verdeutlichte, dass Roboter künftig nicht mehr nur starre Programmierungen abarbeiten, sondern ihre Umgebung aktiv begreifen und flexibel auf Veränderungen reagieren können – ein Technologiesprung, der auch den Arbeitsschutz vor völlig neue Aufgaben stellt.
Felix Zelt, stellvertretender Präventionsleiter der BGHW, präsentierte auf der BGHW-Fachtagung die strategische Neuausrichtung der Präventionsarbeit. Sie entwickele sich weg von reinen Vorschriften hin zu datenbasierten Analysen, digitalem Service und passgenauer Unterstützung für Betriebe. “Unser Ziel für die Zukunft ist ein bürokratiearmer, niedrigschwelliger Zugang zu verlässlichem Wissen, bei dem wir den Wert von Sicherheit für die Betriebe sichtbar und messbar machen”, sagte Zelt.
Der zweite Tag stand im Zeichen der Praxisanwendung. Beim traditionellen „Marktplatz der Begegnung“ und den parallel laufenden Fachforen verwandelte sich das Tagungszentrum in eine interaktive Erlebniswelt.
Der abschließende Tag am Mittwoch beleuchtete hochaktuelle rechtliche, medizinische und technische Detailfragen. Die Fachleute des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) zeigten auf, wie stark sich veränderte Umwelteinflüsse wie intensive UV-Strahlung und Starkregen auf die Alterung und Erkennbarkeit von Warnkleidung auswirken und wie die Manipulation von Schutzeinrichtungen an Maschinen wirksam verhindert werden kann.
Aufmerksamkeit erregte zudem der Vortrag des Mediziners Matthias Graw, Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er präsentierte exklusive Analysen und Ergebnisse einer umfassenden wissenschaftlichen Untersuchung rund um die Cannabis-Legalisierung und deren konkrete Auswirkungen auf das Fahr- und Unfallverhalten im innerbetrieblichen Transport.
Mit einem positiven Fazit und der Verabschiedung durch den alternierenden Vorstandsvorsitzenden Roland Kraemer endete die Veranstaltung. Die Teilnehmenden zeigten sich einig: Der intensive Mix aus wissenschaftlichen Impulsen, rechtlicher Orientierung und praktischen Exponaten bot einen unschätzbaren Mehrwert für den betrieblichen Alltag. Das einhellige Feedback beim Abschied lautete einhellig: „Wir kommen wieder!“ .
Wie lässt sich die Arbeit im Handel und in der Warenlogistik angesichts steter Veränderungsprozesse sicher und gesund gestalten? Antworten auf diese Frage gibt es alle zwei Jahre bei der BGHW-Fachtagung “Sicherheit und Gesundheit in Handel und Warenlogistik”. Renommierte Präventionsfachleute stellen hier ihre Forschungsergebnisse vor und informieren über die neuesten Entwicklungen im Arbeitsschutz.
Jetzt schon vormerken! Die nächste Fachtagung findet vom 18. bis 20. September 2028 in Dresden statt.
Fachliche Impulse, spannende Einblicke und bestes Networking: Die Fachtagung 2026 war für die rund 300 Teilnehmenden ein voller Erfolg. Hier finden Sie alle Highlights der dreitägigen Veranstaltung im praktischen Video-Kurzformat – reinschauen lohnt sich!

Vermeintlich kleine Regelverstöße im Straßenverkehr wirken vielleicht harmlos – können aber fatale Folgen haben. In Teil 3 unserer Serie entlarven wir weitere Mythen.
Arbeiten auf Dächern ohne Sicherung können zu Absturzunfällen führen. Wir
Eine zerstörte Fahrerkabine ist das Symbol dafür, wie schnell
Wie erleben zwei neue Sicherheitsbeauftragte ihre Rolle im Betrieb? Ein
Ihnen wird schummrig, wenn Sie von einem Berg hinabschauen? Dann sind das

Alte Lichtplatten und -bänder auf Hallendächern können zur tödlichen Falle werden. Die kann man vermeiden – durch einfache und wirksame Lösungen.
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!
E-Mail:
hundertprozent(at)bghw.de