
Safe auf Arbeit
Der Einstieg ins Berufsleben ist verbunden mit neuen Chancen, aber auch mit neuen Risiken. Genau hier setzt die Broschüre „Safe auf Arbeit“ der BGHW an.

Aktuell zeigt die DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund einen Streifzug durch die Geschichte der Berufskrankheiten. Im Gespräch erläutern die beiden Organisatorinnen Sophie von der Assen (rechts) und Sophie Winterwerb, wie sie die Ausstellung mit dem Titel „Arbeit mit Folgen“ konzipiert haben und wen sie mit den Inhalten erreichen wollen.
Sophie von der Assen: Anlass ist das 100. Jubiläum der Anerkennung von Berufskrankheiten in diesem Jahr. Im Rahmen einer Studio-Ausstellung in der Stahlhalle der DASA Arbeitswelt Ausstellung skizzieren wir die Bedeutung der Anerkennung von Berufskrankheiten im Lauf der Zeit. Lärm, Chemikalien und Staub – das waren damals die typischen Krankmacher. Wie sich die Krankheitsbilder im Zusammenhang mit neuen Berufsbildern verändert haben, was zu tun ist, wenn der Verdacht auf eine Berufskrankheit besteht und welche Unterstützungsmöglichkeiten es heute gibt, sind Bestandteile der Ausstellung.
Sophie Winterwerb: Die Tatsache, dass Berufskrankheiten anerkannt werden, ist ein Meilenstein für den Arbeitsschutz. Sie sind Kinder ihrer Zeit und spiegeln wissenschaftliche wie gesellschaftliche Sachstände wider. Um "up to date" zu bleiben, gibt es auf einer der Ausstellungswände auch einen QR-Code zur DGUV-Seite zum Thema Berufskrankheiten. Der spielerische Zugang erleichtert es, auf Spurensuche zu gehen.
von der Assen: Wir nähern uns anhand von fiktiven Charakteren dem Thema. Der 30-jährige Bergmann Anton aus dem Jahr 1925 trifft auf die 40-jährige Hannah aus der Gegenwart. Die Besucherinnen und Besucher verfolgen das Schicksal der Figuren und tauchen mittels Illustrationen, Sprechblasen, Hörstationen und Objekten in die Geschichte ein.
Winterwerb: Beide Charaktere haben körperliche Beschwerden. In der Ergebnisstation wird aufgelöst, ob Hannah und Anton tatsächlich an einer Berufskrankheit leiden und was das dann bedeutet.
von der Assen: Die Ausstellung soll das typische Zielpublikum der DASA ansprechen: Berufseinsteigerinnen und -einsteiger sowie berufstätige Personen. Zunächst geht es darum, den Besucherinnen und Besuchern einen Einstieg ins Thema Berufskrankheiten zu vermitteln. Durch anschauliche Darstellungen möchten wir dazu beitragen, den Blick für berufsbedingte Erkrankungen zu schärfen und auf die gesundheitlichen Risiken bestimmter Arbeitsbedingungen hinzuweisen.
Winterwerb: Damals zielte das Projekt nicht auf große Besuchermassen, sondern stellte einen Versuch dar, ein schwer zugängliches Thema der anspruchsvollen Zielgruppe von Jugendlichen näherzubringen. Dabei erprobte die DASA erstmals die innovative Kombination aus Storytelling und Gamification als Ausstellungskonzept, bei dem Inhalte, Vermittlung und Gestaltung als integriertes Konzept verstanden wurden. Mit 40.000 Gästen und 700 überwiegend sehr positiv ausgefüllten Feedback-Karten ist das Experiment in jedem Fall gelungen und hat uns angespornt, in der Weise weitere Ausstellungen zu machen.
Die DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund zeigt Arbeitswelten von gestern, heute und morgen und informiert über den Stellenwert von Arbeit für Individuum und Gesellschaft sowie über die Bedeutung ihrer menschengerechten Gestaltung. Die DASA bezeichnet sich selbst als “ein Ausstellungshaus zum Anfassen, Entdecken und Mitmachen”. Es hat auch Angebote für Schulen im Programm. Die DASA ist eine Einrichtung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).
Weitere Informationen zu Kosten, Öffnungszeiten und Inhalt der Ausstellung gibt es auf der DASA-Website.

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