
Nach Berufskrankheit: Vom Steinmetz zum Kaufmann
Wegen der Quarzstaublungenerkrankung musste Bernhard Schild seinen Beruf als Steinmetz und Steinbildhauer-Meister aufgeben. Er schulte um zum Kaufmann für Büromanagement.

Diversität, Inklusion, Teilhabe – was steckt genau hinter diesen Begriffen? Wir klären auf.
Der Begriff wird häufig als Synonym für Vielfalt verwendet. Gemeint ist die Vielfalt oder Verschiedenartigkeit von Merkmalen, Eigenschaften und Elementen innerhalb einer Organisation, Gruppe oder der Gesellschaft. Es gibt sieben Dimensionen von Diversität. Sie beschreiben die Eigenschaften und Kontexte, in denen sich Menschen unterscheiden oder ähneln können.
Jeder Mensch gehört ganz natürlich dazu. Oder anders: Inklusion ist, wenn alle mitmachen dürfen. Egal wie man aussieht, welche Sprache man spricht oder ob man eine Behinderung hat.
Diversität und Inklusion werden häufig synonym verwendet. Beide Begriffe stellen Vielfalt und individuelle Einzigartigkeit als positive Aspekte in den Vordergrund und unterstützen die Idee einer Welt, an der alle Menschen gleichberechtig und selbstbestimmt teilhaben können. Der entscheidende Unterschied: Diversität ist lediglich eine Betrachtungsebene, Inklusion beinhaltet in der Regel eine Handlungsaufforderung, Menschen zu einer aktiven Teilnahme an der Gesellschaft zu befähigen.
Ursprung Diversität: aus der Bürgerrechtsbewegung in den USA, Ursprung Inklusion: aus den Gleichberechtigungsbewegungen der Behindertenverbände der USA.
Von Teilhabe spricht man dann, wenn Menschen mit einer Beeinträchtigung, zum Beispiel einer Behinderung, in eine ganz normale Lebenssituation miteinbezogen sind. Es geht vor allem um Beteiligung, Mitbestimmung und Mitwirken. Menschen mit Beeinträchtigung sollen genauso am Leben teilhaben können wie Menschen ohne Beeinträchtigung.
Inklusion bezieht sich auf die strukturelle Ebene und den Aufbau von gesellschaftlichen Institutionen, die allen Individuen offenstehen sollen. Der Teilhabebegriff zielt dagegen auf den einzelnen Menschen und seine Möglichkeiten der Lebensführung.
Integration bedeutet Einbindung in die Gesellschaft. Die Rahmenbedingungen bleiben dabei, wie sie sind. Bei der Integration ist das Ziel die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Die eingebundenen Personen dürfen dabei sein, auch wenn sie anders sind. Integration verlangt dabei ein gewisses Maß an Anpassung an die Rahmenbedingungen und die Gesellschaft.
Inklusion bedeutet Einschluss im Sinne einer Anpassung der Umwelt an die einzelnen Menschen und ihre Bedürfnisse, sodass alle Menschen, so wie sie sind, teilhaben können. Inklusion ist mehr als Integration und steht für ein Leben ohne Barrieren.
2006 hat die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gemeinsam mit Wirtschaftsverbänden eine „Charta der Vielfalt“ verabschiedet. Sie stellt eine Selbstverpflichtungs-erklärung von Unternehmen dar, unter anderem Personalprozesse zu überprüfen und sicherzustellen, dass diese den vielfältigen Fähigkeiten und Talenten aller Beschäftigten gerecht werden. Die BGHW hat die Charta der Vielfalt unterzeichnet, weil sie ihr Engagement für Diversität sichtbar machen will.
Unter unconscious bias versteht man unbewusste Voreingenommenheit, Stereotype und Denkmuster. Unbewusste Vorurteile erleichtern uns den Alltag, denn wir können auf unsere Erfahrungen zurückgreifen und schnell handeln. Gleichzeitig können sie unsere Arbeit und unsere Entwicklungsmöglichkeiten nachteilig beeinflussen. Sich der eigenen Vorurteile bewusst sein und angemessen damit umzugehen, ist eine wichtige Basis für die Zusammenstellung von Teams, eine gute Zusammenarbeit mit anderen und im Kontakt zu Kundinnen und Kunden.
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Wegen der Quarzstaublungenerkrankung musste Bernhard Schild seinen Beruf als Steinmetz und Steinbildhauer-Meister aufgeben. Er schulte um zum Kaufmann für Büromanagement.
Durch einen schweren Arbeitsunfall verlor Dirk Boßmeyer ein Bein. Mit Unterstützung seines Chefs und seiner Kollegen bei Getränke Essmann kehrte er zurück in den Job.
„Jeder Mensch hat eine Chance verdient“, sagt Johannes Koenen. Diese Haltung zeigt er auch als Arbeitgeber von Thomas Ressing, dessen Unterschenkel amputiert werden musste.
Eine Berufskrankheit zwang Florian Weidenweber zum Umdenken – mit Unterstützung der BGHW und seines Arbeitgebers Suffel Fördertechnik gelang ihm eine erfolgreiche Umschulung.
Im Fahrsicherheitstraining „Mobil? Aber sicher!“ kommen Autofahrer ans Limit. Die BGHW und andere Berufsgenossenschaften bieten dieses Seminar mit dem Auto Club Europa an.

Wenn am Sonntag, 5. Oktober, der Köln Marathon in der Domstadt startet, werden auch Mitarbeitende der BGHW dabei sein. Sie laufen im Staffel-Marathon R(h)ein Inklusiv.
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!
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