Schon gewusst?
Müdigkeit hat eine ähnlich verheerende Wirkung auf Reaktionszeit und Aufmerksamkeit wie Alkohol – nur redet keiner darüber. Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen und der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung gilt: Wer 17 Stunden am Stück wach ist, reagiert so langsam wie mit 0,5 Promille Alkohol im Blut. Nach 22 Stunden ohne Schlaf entspricht das sogar 1,0 Promille. Zum Vergleich: Schon ab 0,3 Promille gilt man im Straßenverkehr als relativ fahruntüchtig, wenn Auffälligkeiten auftreten.
Da hilft nur eins: schlafen
Kann man diesen Signalen wirksam entgegenwirken? Grundsätzlich ist es wichtig, sofort eine Pause einzulegen, sobald erste Anzeichen von Müdigkeit auftreten. Eine Faustformel: Alle zwei Stunden mindestens 15 Minute Pause machen. Während dieser Pausen helfen frische Luft und Bewegung dabei, wieder wach und konzentriert zu werden. Auch während der Fahrt können Gespräche mit Beifahrern oder Beifahrerinnen die Aufmerksamkeit fördern und helfen, fokussiert zu bleiben. Doch sowohl Pausen, Gespräche als auch Koffein helfen nur bedingt gegen starke Müdigkeit. Übermannt einen die Erschöpfung, hilft meist nur Schlaf. Schon ein kurzer Powernap von 15 bis 20 Minuten macht wieder fit für eine Weile. Im Vorfeld langer Fahrten sollte zudem für ausreichend Schlaf gesorgt werden – idealerweise nicht weniger als sieben Stunden. Eine weitere Empfehlung: Nachtfahrten vermeiden, vor allem in der zweiten Nachthälfte, da diese Zeiten nicht mit unserem natürlichen Biorhythmus harmonieren.