
Gefahrstoffe im Blick
Der GDA Gefahrstoff-Check hilft vor allem kleineren und mittleren Betrieben, den Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen zu überprüfen und zu verbessern.

Schnippeln, graben, harken, mähen, sähen, düngen: Wer einen Garten besitzt, hat rund ums Jahr alle Hände voll zu tun. Die körperliche Arbeit an der frischen Luft hat viele positive Auswirkungen auf Herz, Kreislauf und Immunsystem und eignet sich hervorragend zum Stressabbau. Aber Vorsicht: Bei der Gartenarbeit lauern Unfallgefahren und gesundheitliche Risiken, die oft nicht wahrgenommen oder unterschätzt werden. Wir verraten Ihnen, welche das sind und wie Sie sich am besten davor schützen.
Wer stundenlang das Beet umgräbt oder Obst erntet, hat am nächsten Tag mit Muskelkater oder Rückenschmerzen zu kämpfen. Halten diese Schmerzen länger an, spricht man von Überlastungsschmerzen, die den ganzen Bewegungsapparat betreffen können. Aber auch Sehnenscheideentzündungen an den Händen oder der sogenannte Schnappfinger können durch ungewohnt intensive oder wiederholende Bewegungen entstehen, zum Beispiel beim Schneiden von Pflanzen. Was hilft?
Auch schnellender Finger, Triggerfinger, Ringbandstenose oder Tendovaginitis stenosans. Liegt vor, wenn Sie Mühe haben, den Zeige-, Mittelfinger oder Daumen zu strecken oder gar Ihre zweite Hand zu Hilfe nehmen müssen. Sobald der Finger ausgestreckt ist, schnellt er schmerzhaft wieder zurück. Die Fingersehne klemmt und ist stark beansprucht. Oftmals hilft nur noch die Schiene, Schmerzmittel oder eine OP.
Jedes Jahr ereignen sich laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) mehr als 200.000 Unfälle in Deutschlands Gärten. Spitzenreiter sind Verletzungen mit scharfen oder spitzen Gegenständen wie Astscheren oder Sägen. Diese können zu schweren Verletzungen und sogar zur Amputation von Gliedmaßen führen. Damit es gar nicht soweit kommt, beherzigen Sie folgende Tipps:
Der Dornenstich einer Rose oder kleine Splitter und Schnitte an der Hand reichen schon aus, um eine Wundinfektion hervorzurufen, sofern die verletzte Stelle mit Erregern in Berührung kommt. Denn in der Erde lauert ein gigantischer Mikrokosmos aus Keimen, Viren, Bakterien und Pilzen, die tief in die Haut eindringen können. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Blutvergiftung. Was können Sie tun?

Besondere Vorsicht ist beim Umgang mit elektrischen oder motorbetriebenen Geräten wie elektrischen Häckslern, Heckenscheren, Rasenmähern oder Kettensägen geboten. Auf was ist zu achten?
Alle Geräte sollten in regelmäßigen Abständen gewartet werden, vor allem nach der langen Winterpause:
Ausgesprochen gefährlich wird es, wenn Sie auf einer Leiter stehen, zum Beispiel beim Hecken- oder Baumschnitt. Verlieren Sie das Gleichgewicht oder die Leiter kippt, kann ein solcher Sturz zu schweren Unfällen führen, zum Teil mit bleibenden Körperschäden. Damit es gar nicht so weit kommt:
Anlege-, Schiebe- und Mehrzweckleitern mit Stufen müssen idealerweise unter einem Winkel von 60 bis 70 Grad zur Waagerechten angelegt werden. Sind die Leitern mit Sprossen ausgeführt, so beträgt der optimale Anlegewinkel zwischen 65 und 75 Grad. Und wenn Sie jetzt nur Bahnhof verstehen, dann probieren Sie doch einfach Folgendes aus:
1. Stellen Sie sich mit einem Fuß an einen Leiterholm bzw. Leiterfuß. Ihr eigener Fuß und die Sprossen oder Stufen sollten jetzt in die gleiche Richtung zeigen.
2. Jetzt winkeln Sie den Arm, der am nächsten zur Leiter ist, an und heben die Hand auf Brusthöhe.
3. Wenn Ihr Ellenbogen jetzt die Leiter berührt, dann haben Sie den richtigen Winkel erwischt.

Achten Sie immer auf herumliegende Gartengeräte. Die Spitzen eines Rechens oder einer Harke können schnell Verletzungen am Fuß hervorrufen oder Nerven und Sehnen beeinträchtigen. Wie Sie dem vorbeugen können:

Der GDA Gefahrstoff-Check hilft vor allem kleineren und mittleren Betrieben, den Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen zu überprüfen und zu verbessern.
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