
Fahren ohne Staplersünde Poster
Wo lauern die Gefahren beim Fahren mit dem Gabelstapler und welche „Stapler-Sünden“ können schnell zu Unfällen führen? Mit Infografik zum Download.
Keine Angst vor Erster Hilfe – ist ein bekannter Appell an alle, die als Erste an eine Unfallstelle kommen, um durch beherztes Helfen Leben zu retten. Doch viele Menschen zögern mit dem Eingreifen oder sind unsicher, was in welcher Reihenfolge zu tun ist. Hier hilft es, sich die Rettungskette in Erinnerung zu rufen.
Ein verunglückter Motorradfahrer stürzt auf der Landstraße, eine Kollegin erleidet im Betrieb einen Herzinfarkt. Wer zuerst an eine Unfallstelle kommt oder andere in einer gesundheitlichen Notlage vorfindet, ist verpflichtet Erste Hilfe zu leisten. Wer dies nicht tut, kann sich auch strafbar machen. Schnelles und richtiges Handeln ist dabei entscheidend für das Leben des Unfallopfers. Jedoch fühlen sich beim Thema Erste Hilfe viele Menschen unsicher, weil sie Angst haben, etwas falsch zu machen. Doch das Schlimmste ist, nichts zu tun.
Laut einer ADAC-Umfrage im Jahr 2021 gab nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) an, dass sie sich zutrauen, Erste Hilfe leisten zu können. Ein Viertel war sich nicht sicher, und ein weiteres Viertel glaubte, zu Erster Hilfe nicht in der Lage zu sein. Testfragen zur Ersten Hilfe konnten im Schnitt nur 55 Prozent richtig beantworten. So wusste nur etwa jeder Zehnte, wann man die stabile Seitenlage anwendet – nämlich dann, wenn das Unfallopfer nicht bei Bewusstsein ist, aber normal atmet. Die richtige und europaweit einheitliche Notrufnummer 112 war zum Beispiel nur 66 Prozent der Befragten bekannt.
Bei vielen Verkehrsteilnehmern liegt ein Erste-Hilfe-Kurs viele Jahre zurück. Er wurde meist im Zuge der Führerscheinprüfung gemacht, denn dabei ist er zumindest in Deutschland verpflichtend. So hatten auch bei der ADAC-Umfrage die Hälfte der Befragten angegeben, ihren letzten Kurs vor zehn oder mehr Jahren absolviert zu haben. Um sicher und besonnen in Notfall Erste Hilfe zu leisten, ist es jedoch wichtig, die eigenen Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen. Für betriebliche Ersthelferinnen und Ersthelfer ist eine Fortbildung zum Beispiel spätestens alle zwei Jahre verpflichtend. Eine Auffrischung für alle anderen wäre auch sinnvoll und nötig – auf freiwilliger Basis. Denn eine gesetzliche Pflicht für ein solches Training gibt es noch nicht.
Organisationen wie der Deutsche Verkehrssicherheitsrat setzen sich für dafür ein, dass Erste-Hilfe-Wissen in der Bevölkerung breit verankert wird. Das Deutsche Rote Kreuz stellt zum Beispiel umfassende Informationen zu allen Themen rund um die Erste Hilfe online zur Verfügung und bietet Kurse an. Unfallkassen und Berufsgenossenschaften wie die BGHW sichern die Aus- und Fortbildung von betrieblichen Ersthelferinnen und Ersthelfern und informieren über die Erste Hilfe im Betrieb. Gebündelte Informationen dazu stellt auch der Fachbereich Erste Hilfe der DGUV zur Verfügung. Gut zu wissen: Wer Erste Hilfe leistet, steht auch unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.
Viele wissen jedoch nicht, was sie in welcher Reihenfolge tun sollen, wenn sie als Erste an einen Unfallort kommen. Ersthelferinnen und Ersthelfer sind das erste Glied der so genannten Rettungskette. Sie sollten Ruhe bewahren und sich zunächst einen Überblick über die Notfallsituation verschaffen. Sie müssen so lange Erste Hilfe leisten, bis der Rettungsdienst eintrifft und die weitere Versorgung übernimmt.
Zu den lebensrettenden Sofortmaßnahmen zählen:
Beim Notruf sind alle zentralen Informationen zum Unfall zu übermitteln:
Wichtig ist, so lange am Telefon zu bleiben, bis die Rettungsleitstelle das Gespräch beendet und nicht vorschnell aufzulegen. Welche Maßnahmen nötig sind, hängt immer von der jeweiligen Situation am Unfallort ab. Auf keinen sollte man sich aber selbst in Gefahr bringen – auch wenn es schnell gehen muss. Nach der Durchführung der erforderlichen Sofortmaßnahmen muss das Unfallopfer bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes weiter betreut werden. Dazu zählen eine beruhigende, tröstende und ermutigende Ansprache, eine bequeme Lagerung, die Ruhigstellung von Knochenbrüchen und das Anlegen von Verbänden.
Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin erleiden jedes Jahr mindestens 50.000 Menschen in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb des Krankenhauses. Für ihr Überleben zählen nur wenige Minuten, bevor das Gehirn ohne Blutfluss zu sterben beginnt. Eine sofortige Herzdruckmassage in diesem wichtigen Zeitfenster kann Leben retten und die Zeit überbrücken, bis der Rettungsdienst eintrifft.
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