
Lager und Logistik: Bildung auf einen Klick
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Konfliktbereite oder aggressive Kundinnen und Kunden gehören für viele Beschäftigte im Handel zum Arbeitsalltag. Mit dem 120-minütigen Inhouse-Seminar „Konfliktbereite Kunden – was tun?“ unterstützt die BGHW Unternehmen dabei, Mitarbeitende gezielt auf schwierige Situationen vorzubereiten und Gewalt im Betrieb vorzubeugen.
In einem Bekleidungsgeschäft möchte ein Kunde ein getragenes Kleidungsstück ohne Kassenbon zurückgeben. Die Verkäuferin erklärt freundlich die Rückgaberegeln. Der Kunde reagiert genervt, rollt mit den Augen und sagt laut: „Das ist ja wohl lächerlich, in anderen Läden geht das auch!“ Er wird zunehmend ungeduldig, spricht in scharfem Ton weiter und beschwert sich über den „schlechten Service“. Solche Situationen gehören für Beschäftigte im Handel mit viel Kundenkontakt inzwischen immer häufiger zum Arbeitsalltag. Die BGHW-Befragung „Gewalt im Handel und der Logistik“ ergab, dass über die Hälfte der Befragten regelmäßig mit ungeduldiger oder gereizter Kundschaft umgehen muss und verbale Aggressionen erlebt. 13 Prozent sind täglich mit Beleidigungen, Beschimpfungen oder Diskriminierungen konfrontiert. Doch wie geht man damit um?
Um Unternehmen zu helfen, Gewalt im Betrieb vorzubeugen und Beschäftigte nach einem Gewaltvorfall bestmöglich zu unterstützen, hat die BGHW ihr Angebot um das kompakte Inhouse-Seminar „Konfliktbereite Kunden – was tun?“ ergänzt. Das Seminar richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Mitglieder des Betriebsrats, Personalverantwortliche sowie Ausbilderinnen und Ausbilder, deren Beschäftigte regelmäßig mit ungeduldigen, gereizten oder aggressiven Kunden zu tun haben. „Das Ziel des Seminars ist es, die Sicherheit und Handlungskompetenz der Mitarbeitenden im Kontakt mit konfliktbereiten Kunden zu stärken“, sagt Ulrike Schmidt, Referentin Angebotsentwicklung in der Prävention.
Teilnehmende
In nur 120 Minuten erlernen Teilnehmende praxisnahe Ansätze, um Konfliktsituationen frühzeitig zu erkennen, angemessen darauf zu reagieren und Eskalationen zu vermeiden. Im Fokus stehen vor allem die konkreten Rahmenbedingungen im eigenen Unternehmen. Weil das Seminar inhouse im eigenen Unternehmen stattfindet, können sich die Teilnehmenden ganz auf die Situation im eigenen Betrieb konzentrieren. Idealerweise wird hierfür eine Person mit Fachexpertise aus dem Unternehmen eingebunden, zum Beispiel die Fachkraft für Arbeitssicherheit. So können Betriebe ihre Beschäftigten gezielt auf schwierige Kundensituationen vorbereiten.
Das Seminar kann entweder durch die zuständige Aufsichtsperson gemeinsam mit den betrieblichen Multiplikatoren und Multiplikatorinnen durchgeführt werden oder auch eigenständig durch das Unternehmen. Im Lernportal stehen die vollständigen Materialien wie Videos mit Fallbeispielen, Arbeitsblätter und Materialübersichten zur Verfügung. Anhand des ausführlichen Leitfadens werden diejenigen, die das Seminar durchführen, Schritt für Schritt durch die 120 Minuten geleitet. Die BGHW gibt außerdem Empfehlungen für geeignete Rahmenbedingungen. Ulrike Schmidt: „Welcher Weg für das Seminar am besten geeignet ist, entscheidet die Aufsichtsperson gemeinsam mit dem Unternehmen.“
Das neue Angebot der Inhouse-Schulung ist ein komplementäres Angebot zum lang erprobten dreitätigen BGHW-Präsenzseminar „Konfliktbereite Kunden – was tun?“ (PS 25). Beide Seminare richten sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren eines Unternehmens und sind nicht als Praxisschulung für Beschäftigte im direkten Kundenkontakt konzipiert. Beim dreitägigen Seminar steht auch der Austausch mit anderen Unternehmen im Vordergrund. „Die beiden Angebote ergänzen sich ideal“, erklärt Ulrike Schmidt. „Unternehmen können zunächst das dreitägige Präsenzseminar besuchen und die Inhalte anschließend mit dem Inhouse-Seminar auf ihre betriebliche Situation übertragen. Ebenso ist der umgekehrte Weg möglich: Nach dem Inhouse-Seminar bietet das Präsenzseminar die Gelegenheit, Erfahrungen mit anderen Unternehmen auszutauschen und neue Impulse mitzunehmen.“
Unsere Mitgliederbefragung hat deutlich gemacht, dass sehr viele Unternehmen im Handel mit dem Thema Gewalt konfrontiert sind. Aus vielen Gesprächen mit den Betrieben, auch in den anderen Seminaren zum Thema, haben wir den Bedarf erkannt. Hinzu kommt: Im Einzelhandel ist Zeit immer knapp. Mit unserem neuen Format zeigen wir, dass wir die Realität unserer Mitgliedsbetriebe verstehen. Gezielter fachlicher Input in 120 Minuten ist unsere Antwort darauf.
Wir stellen zum ersten Mal das gesamte Seminarkonzept und alle Unterlagen digital zur Verfügung. Dadurch können die Unternehmen das Seminar komplett in Eigenregie durchführen. Allerdings profitieren die Betriebe sehr von der Expertise unserer Aufsichtspersonen und deren Kenntnissen des jeweiligen Unternehmens. Diesen Aspekt sollten die Betriebe nicht unterschätzen. Daher lautet meine Empfehlung, das Inhouse-Seminar mit der zuständigen Aufsichtsperson gemeinsam durchzuführen. Mit der Leitung des Seminars durch die Aufsichtsperson zusammen mit einer Person aus dem jeweiligen Betrieb bieten wir als BGHW eine Mischung aus Beratung und Qualifikation an. Das zeigt, dass wir uns nicht nur mit Gesetzen und Vorschriften auskennen, sondern auch die dynamischen Prozesse im Arbeitsalltag verstehen. Nicht zuletzt wird dadurch die Beziehung zwischen Aufsichtsperson und Unternehmen gestärkt.
Das 120-minütige Seminar verbindet kompakt den gezielten fachlichen Input mit hoher Praxisnähe. Es lässt sich problemlos in den Arbeitsalltag integrieren und vermittelt genau die Inhalte, die für das jeweilige Unternehmen relevant sind. Das Gelernte lässt sich anschließend unmittelbar im Arbeitsalltag anwenden, was die Umsetzung im Betrieb erleichtert. Gleichzeitig stärkt das Seminar das Bewusstsein dafür, dass der professionelle Umgang mit konfliktbereiten Kundinnen und Kunden ein wichtiger Bestandteil guter Arbeit ist.
Lesen Sie hier mehr über das Inhouse-Seminar „Konfliktbereite Kunden – was tun?“ (PS 250)
Weitere BGHW-Seminarangebote zum Thema:
Alle Unterstützungsangebote der BGHW gegen Gewalt in Handel und Logistik finden Sie hier.

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