
Einsatz für die Sicherheit
Wie erleben zwei neue Sicherheitsbeauftragte ihre Rolle im Betrieb? Ein Besuch bei Tessa Erzgräber und Michael Schneider von der Zufall Logistics Group in Fulda.

Die bewährte Checkliste der DGUV zur orientierenden Gefährdungsbeurteilung von Muskel-Skelett-Belastungen gibt es jetzt auch als praktische Web-Anwendung. Die Checkliste unterstützt Betriebe dabei, körperliche Belastungen von Beschäftigten systematisch zu erfassen, um Gesundheitsrisiken und entsprechenden Handlungsbedarf einzuschätzen.
Sowohl eine Überbelastung als auch eine zu geringe Belastung des menschlichen Körpers können sich negativ auswirken. Deshalb ist ein ausgewogenes Maß an Bewegung entscheidend für die Gesundheit. Einseitige Bewegungsabläufe, ungünstige Körperhaltungen oder das Hantieren mit Lasten erhöhen das Risiko für Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems – auch und vor allem am Arbeitsplatz. Mit der Gefährdungsbeurteilung müssen Arbeitgeber mögliche Gefahren am Arbeitsplatz ermitteln, bewerten und notwendige Schutzmaßnahmen festlegen. Muskel-Skelett-Belastungen zählen hierbei zu den physischen Belastungen.
Die DGUV-Information 208-033 „Muskel-Skelett-Belastungen – erkennen und beurteilen“ enthält eine Checkliste zur orientierenden Beurteilung von Belastungen des Muskel-Skelett-Systems, welche bislang nur im PDF-Format verfügbar war. Die neue Web-Anwendung der Checkliste soll die Zugänglichkeit verbessern und die Anwendung der Checkliste vereinfachen.
Die Nutzerinnen und Nutzer werden Schritt für Schritt durch die Beantwortung von Fragen zu dem zu beurteilenden Arbeitsplatz geführt. Dabei erscheinen ausschließlich Fragen, die für die jeweiligen Tätigkeiten relevant sind. Wenn etwas auffällig ist, kann das auf ein Risiko hinweisen. Dann sollten Maßnahmen geprüft oder eine genauere Beurteilung, zum Beispiel anhand der Leitmerkmalmethode, durchgeführt werden.
Die neue Web-Anwendung der Checkliste kann komfortabel auf verschiedenen Endgeräten ausgefüllt werden. Verschiedene Belastungen können so direkt am Arbeitsplatz beobachtet und beurteilt werden. Die abschließende Bewertung sowie alle eingegebenen Informationen lassen sich anschließend als PDF exportieren. Wichtig zu wissen: Besondere Schutzbedarfe, zum Beispiel von Schwangeren, Jugendlichen oder Vorerkrankten, sind nicht enthalten und müssen mit einer spezifischen Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden.
Die Checkliste für die orientierende Gefährdungsbeurteilung bei Belastungen des Muskel- und Skelettsystems deckt alle typischen Belastungsarten ab, die im Arbeitsalltag auftreten können:
Heben, Halten und Tragen von Lasten
Ziehen und Schieben von Lasten
Manuelle Arbeitsprozesse (z.B. Klopfen, Schlagen, Drücken)
Ganzkörperkräfte (bei der Bedienung von Arbeitsmitteln/Werkzeugen, z.B. Schaufel, Kettensäge)
Körperfortbewegung (Klettern/Steigen, Gehen mit Last, Kriechen)
Körperzwangshaltungen (z.B. von Kopf, Rumpf, Armen, knien, hocken)
Ganzkörper-Vibrationen – beim Führen von Fahrzeugen
Hand-Arm-Vibrationen – bei Verwendung handgeführter Maschinen
Hier geht es direkt zur Web Anwendung: Checkliste „Orientierende Gefährdungsbeurteilung bei Belastungen des Muskel- und Skelettsystems“ . Die thematisch passende DGUV-Information 208-033 „Muskel-Skelett-Belastungen – erkennen und beurteilen“ können Mitgliedsbetriebe der BGHW kostenlos im Medienshop bestellen oder als PDF auf der Website der DGUV downloaden.


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