Eine alltägliche Situation: An einer roten Ampel warten ein Lkw und ein Fahrrad nebeneinander auf das Grünsignal. Wenige Sekunden später fährt der Lkw an und biegt nach rechts ab. Dabei kommt es immer wieder vor, dass die Person auf dem Fahrrad übersehen wird – mit teils schweren Folgen. Oft wird in diesem Zusammenhang vom „toten Winkel“ gesprochen. Tatsächlich verfügen moderne Lkw über mehrere Spiegel, die bei korrekter Einstellung und aufmerksamer Nutzung den Bereich neben dem Fahrzeug weitgehend abdecken. Dennoch entstehen gefährliche Situationen, wenn Radfahrende nicht rechtzeitig wahrgenommen werden oder die Verkehrssituation beim Abbiegen nicht ausreichend kontrolliert wird. Besonders an Kreuzungen und Einmündungen zählen solche Abbiegeunfälle zu den schwersten im Straßenverkehr. Radfahrende sind dabei besonders gefährdet, da sie im Vergleich zu den Insassen eines Lkw kaum geschützt sind.
Sicher fahren, sichtbar sein
Für Fahrradfahrende bedeutet das, aktiv für die eigene Sichtbarkeit zu sorgen, indem sie beispielsweise folgende Verhaltensregeln beachten:
- Nie rechts neben einem rechts blinkenden Lkw stehen bleiben.
- Den Blickkontakt zum Fahrer suchen.
- Im Zweifel hinter dem Fahrzeug warten.
- Nicht auf Vorfahrt bestehen, sondern defensiv handeln.
Ebenso spielt die eigene Ausstattung eine wichtige Rolle. Dazu gehören eine reflektierende Kleidung, eine funktionierende Beleuchtung und eine klare Positionierung auf der Fahrbahn. Das erhöht die Sichtbarkeit deutlich.