Tritte sind Aufstiegshilfen für geringe Höhen, in der Regel unter einem Meter. Sie sind dafür gedacht, kurzzeitig und bei einfachen Tätigkeiten eingesetzt zu werden. Typisch sind Klapptritte, Tritthocker oder fahrbare Varianten wie der sogenannte Elefantenfuß. Was diese Bauarten gemeinsam haben: Sie verzeihen keine Fehler. Es gibt kein Geländer, keinen zusätzlichen Halt. Wer darauf steht, muss selbst für Stabilität sorgen.
Wo liegen die Gefährdungen, die jeder kennen sollte?
- Ein Klapptritt ist nur sicher, wenn er vollständig geöffnet und eingerastet ist.
- Ein fahrbarer Tritt steht erst unter Last stabil und beginnt sich beim Entlasten wieder zu bewegen.
- Ein einfacher Tritthocker bietet oft weniger Standfläche, als die Situation eigentlich erfordert.
Keine dieser Eigenschaften ist problematisch – solange sie bekannt sind und berücksichtigt werden.
Wie kommt es dann zu Unfällen?
Meistens ist menschliches Fehlverhalten die Ursache. Etwa wenn…
- der Tritt auf einem zu glatten oder unebenen Untergrund aufgestellt wird
- die Reichweite nicht reicht und man sich nach rechts oder links zur Seite lehnt.
- die Standfläche nicht vollständig genutzt wird.
Deshalb gibt einige ganz einfach Regeln, die das Arbeiten auf einem Tritt deutlich sicher machen:
- Vorher kurz prüfen – sichtbare Schäden ausschließen
- Nur auf (rutsch-)festem, ebenem Boden aufstellen
- Mit beiden Füßen vollständig auf der Standfläche stehen
- Den Körper mittig halten und nicht hinauslehnen
- Die eigene Reichweite akzeptieren und den Tritt umstellen.
Vor improvisierten Lösungen wie Getränkekisten oder Stühle kann nur gewarnt werden. Sie erscheinen auf den ersten Blick geeignet, sind aber keine Arbeitsmittel. Sie sind weder geprüft noch für Belastungen in dieser Form ausgelegt. Was stabil wirkt, kann im entscheidenden Moment kippen oder einbrechen.