Zu hohe Geschwindigkeit und riskante Überholmanöver, fehlende Fahrbahnmarkierungen, tiefstehende Sonne oder Wildwechsel: Mehr als 1.580 Menschen starben im vergangenen Jahr durch Unfälle auf Deutschlands Landstraßen. 96.500 Verkehrsteilnehmende wurden verletzt. „Insbesondere in den Sommermonaten steigt die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten auf Landstraßen“, sagt Ina Papen, BGHW-Referentin Verkehrssicherheit. „Zudem gibt es zahlreiche Risikofaktoren, die viele Verkehrsteilnehmende unterschätzen“, betont Papen. Ablenkung durch Mobiltelefone, Müdigkeit und mangelnde Konzentration aufgrund von Hitze sind nur einige Faktoren, die zu Unfällen auf Landstraßen führen können. „Der Juli ist der Monat mit den meisten tödlichen Unfällen“, so Papen.
Bewusstsein für Gefahren schärfen
„Als Partner des DVR möchten wir die ausdrucksstarken Motive der am 20. Juli gestarteten Plakat-Kampagne nutzen, um Beschäftigte in unseren Mitgliedsbetrieben für erhöhte Aufmerksamkeit im Straßenverkehr zu sensibilisieren und ihr Bewusstsein für die Gefahren auf Landstraßen zu schärfen“, betont die Fachfrau. Laut DGUV sind 2024 insgesamt 215 Menschen auf dem Weg zur Arbeit oder von der Arbeit tödlich verunglückt. „Wir gehen davon aus, dass sich mehr als die Hälfte dieser Wegeunfälle auf Landstraßen ereignet haben“, hebt Papen hervor.
Vor allem Auto- und Motorradfahrende sollen die Plakatmotive erreichen. Die Motive greifen typische Gefahrensituationen auf Landstraßen auf und spiegeln sie überzogen wider. „Die Motive sind echte Hingucker. Wir versprechen uns große Resonanz bei unseren Mitgliedsunternehmen und hoffen, dass Führungskräfte und Unternehmer, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Sicherheitsbeauftragte die Plakate bestellen und in ihren Unternehmen zahlreich einsetzen“, hebt Papen hervor.