
Lärmschwerhörigkeit: Zu viel um die Ohren
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In Radevormwald zeigen mehrere Betriebe, wie sich Gesundheit gemeinsam umsetzen lässt. Unter dem Dach einer Betriebsnachbarschaft kümmern sich Nachbarunternehmen um das Wohl ihrer Beschäftigten – koordiniert vom Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung.
Gesundheit im Betrieb wird immer mehr zum Schlüsselfaktor, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels, der demografischen Entwicklung der Bevölkerung und des rasanten Wandels in der Arbeitswelt. Dennoch fällt es kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) schwer, ein Betriebliches Gesundheitsmanagement zu etablieren. Eine Studie der Hochschule Neu-Ulm in Kooperation mit der IHK Ulm ergab: Die Hürden sind vor allem begrenzte personelle Ressourcen, geringe finanzielle Mittel sowie fehlendes Wissen. Die Lösung: kooperieren statt allein zu kämpfen.
Überbetriebliche Konzepte wie eine Betriebsnachbarschaft machen es möglich. Unternehmen, die räumlich nah beieinanderliegen, zum Beispiel in einem Gewerbegebiet, schließen sich dafür zusammen und gehen betriebliche Gesundheit unter Anleitung gemeinsam an. Solch eine Anleitung bietet beispielsweise das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF-Institut) der AOK Rheinland/Hamburg. Robin Reynolds ist dort Berater und erläutert: „Durch eine Betriebsnachbarschaft können auch kleine Betriebe ihren Mitarbeitenden ein breites Gesundheitsangebot machen, das sie allein nie stemmen könnten.“
Ein gelungenes Beispiel ist die Betriebsnachbarschaft Radevormwald, gegründet 2019 und bereits seit sechs Jahren erfolgreich. Mit dabei sind unter anderem ein Elektrofachgroßhandel, eine Kaffeerösterei, eine Steuerberatung und ein Notariat. Vier- bis fünfmal im Jahr trifft sich der sogenannte Steuerungskreis, um Aktionen zu planen – etwa Gesundheitstage, Workshops oder Seminare. Aktuell stehen Themen wie Bewegung, Ernährung und gesunde Führung im Mittelpunkt. Sogar während der Corona-Zeit blieb die Betriebsnachbarschaft aktiv und bot sowohl Online-Coachings als auch psychologische Beratungen und digitale Fitnesseinheiten an. Zielgruppenspezifische Angebote gibt es auch, etwa gesundes Kochen für Azubis und ein Führungskräfteseminar zu gesunder Führung. Robin Reynolds betreut die Betriebsnachbarschaft: Er stößt an, strukturiert und leitet den Steuerungskreis. Außerdem übernimmt er beispielsweise die Erstellung von Infomaterial für den Gesundheitstag und bindet regionale Partner ein, wie eine Physiopraxis, eine Ernährungsberatung oder die örtliche Bädergesellschaft. Anbieter wie das BGF-Institut helfen also, genau die Hürden zu überwinden, die sich für KMU beim Thema BGM auftun.
Gesunde Beschäftigte: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können an zertifizierten Präventionskursen teilnehmen – etwa zu Ernährung, Bewegung oder Stressbewältigung.
Entlastete Betriebe: Durch gemeinsame Organisation sparen kleine Firmen Zeit und Kosten.
Starker Zusammenhalt: Unternehmen tauschen sich aus, lernen voneinander und gewinnen neue Impulse – auch über das Thema Gesundheit hinaus.
Neben den Krankenkassen, die Leistungen vor allem rund um die Betriebliche Gesundheitsförderung anbieten, unterstützen auch die Berufsgenossenschaften und die INQA, die Initiative Neue Qualität der Arbeit, damit kleine und mittlere Betriebe gesundes Arbeiten etablieren können. Die INQA erläutert auf ihrer Homepage beispielsweise die sechs Schritte zur Gründung einer Betriebsnachbarschaft. Außerdem bietet sie zum Thema verschiedene Publikationen an: vom Selbstcheck für Unternehmen über Handlungshilfen zum BGM bis zu einer Kurzanleitung für Gründungswillige. Auch das BGF-Institut hat in Kooperation mit der INQA den Leitfaden „Mit starken Nachbarn zu einem gesunden Unternehmen“ herausgebracht, der Schritt für Schritt den Prozess zur Umsetzung einer Betriebsnachbarschaft erläutert.

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