Sie entladen Weizen, Raps und Schrot, Mais oder Futtermittel von den Schiffen, Lkw oder Güterwaggons und befördern die Güter über Förderanlagen in die rund 160 Silozellen. Es ist staubig, schmutzig und laut. „Jedes Silo wird manuell geöffnet und geschlossen“, erklärt Betriebsleiter Martin Stechow. „Anders als an anderen Standorten wird hier ausschließlich händisch gearbeitet – mit großen Geräten an Lkws, Schiffen und Zügen, am Wasser und in großen Höhen“, sagt Lennart Rüpke. Für ihn steht gute Kommunikation über allem. „Und zwar auf Augenhöhe und auf freundschaftlicher Basis. Wer sich hier als Sheriff aufführt, hat keine Chance“, sagt er.
BGHW-Hafen-Team steht zur Seite
Bei seiner täglichen Arbeit als Sifa legt er Wert auf pragmatische Lösungen. „Natürlich im gesetzlich vorgegebenen Rahmen. Das ist für eine Sifa unabdingbar“, sagt der Arbeitssicherheitsexperte. Zum Beispiel bei der Silo-Reinigung. Das Arbeiten im Silo ist gefährlich und bedarf eines Rettungskonzeptes für den Notfall. Für das Erstellen dieses Konzeptes braucht man Zeit, muss alle Möglichkeiten zur Sicherung und Rettung abwägen. Um auch hier alles richtig zu machen, schätzt er den Austausch mit der BGHW und Aufsichtsperson Katrin Baranowski, die ihm gerne als fachliche Beratung zur Seite steht. Sie und ihre Kollegen im Hafen-Team der BGHW-Regionaldirektionen Nord, Hamburg und Bremen, kennen sich mit den Gefährdungen in Hafenlogistik, Binnen- und Seehäfen und den Anforderungen an Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit bestens aus. „Ob Binnen- oder Seehäfen: Wir haben es hier mit Container-Umschlag, Stück- und Schüttgut-Umschlag zu tun – das sind sehr spezielle Branchen mit besonderen Anforderungen an den Arbeitsschutz“, sagt die Aufsichtsperson. Warum die Ansprüche so besonders sind, das erklärt sich aus den speziellen Aufgaben und Arbeitsweisen im Hafenumschlag.