Neben Informationen, vermittelt durch Foren, Vorträge und den Marktplatz, bietet die Fachtagung gute Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken. Fachgespräche und Erfahrungsaustausch stehen auch an den Infoständen der Preisträger-Unternehmen der Goldenen Hand im Fokus. Sie hat die BGHW eingeladen, damit sie auf dem Marktplatz interessierten Gästen über ihre Praxiserfahrungen berichten können.
Der gefährlichste Arbeitsplatz - die Straße
Gesprächs- und Diskussionsstoff lieferten die gesetzten Themen bereits zum Auftakt am Montag: „Auch in den Betrieben der BGHW ist der gefährlichste Arbeitsplatz nach wie vor die Straße“, betonte Manfred Wirsch, amtierender Vorstandsvorsitzender der BGHW, in seiner Begrüßung. „Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz auch in einer sich wandelnden Arbeitswelt höchste Priorität behalten“, forderte der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates auf.
Wie gefährlich der Arbeitsplatz Straße nicht nur für Pkw- und Berufskraftfahrer ist, sondern auch als Verkehrsraum für Fußgänger und Radfahrer, das machte Ulrich Chiellino, Leiter der ADAC Verkehrspolitik, in seinen Ausführungen über Mobilitätswandel und Verkehrssicherheit deutlich. In den vorgestellten ADAC-Untersuchungsergebnissen zeigte sich auch, wie sich der demografische Wandel auf die Unfallbilanz auswirkt. Ein Beispiel von vielen: 75 Prozent der getöteten Radfahrenden waren älter als 55 Jahre. „Menschen blenden die Fehlerhaftigkeit der eigenen Wahrnehmung und Interpretation gerne aus. Das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung muss man häufiger erschüttern“, betonte Chiellino.