Barrierefreie Volltextalternative zur Infografik „Hör gut zu!“
Die Infografik informiert über die Funktionsweise des Hörorgans, Lärmbelastungen, Hörschutzmöglichkeiten sowie die Gefahr einer durch Lärm verursachten Schwerhörigkeit („Glatze im Ohr“). Sie zeigt eine große anatomische Illustration des menschlichen Ohres und verschiedene erklärende Textblöcke, Symbole und Messskalen.
Titelbereich
Großer Titel:
HÖR GUT ZU!
Einleitungstext:
„Unsere Ohren warnen uns vor Gefahren. Sie helfen uns, Entfernungen abzuschätzen, und transportieren Emotionen. Von allen Sinnen ist nur der Hörsinn immer aktiv. Zu viel Lärm kann die Ohren krank machen.“
Links befindet sich eine Illustration:
Eine arbeitende Person hält ein Megafon, aus dem Schallwellen Richtung Ohr strahlen. Über dem Megafon steht der Schriftzug „Highway to Hell“.
Hörschutz: So schützen Sie Ihr Ohr
Rechts oben zeigt die Grafik drei Piktogramme mit kurzen Erklärungen:
- Gehörschutzstöpsel:
„Werden im Gehörgang eingesetzt.“ - Otoplastik:
„Sie sind individuell angepasst für den Gehörgang.“ - Kapselgehörschutz:
„Kapseln umschließen beide Ohrmuscheln.“
Daneben steht die Frage:
„Wie laut sind Lärmmacher?“
Lärmskala
Eine farbige senkrechte Skala zeigt typische Alltagsgeräusche in Dezibel (dB).
Von unten (leise, grün) nach oben (sehr laut, violett):
- 10 dB – Hörschwelle
- 20 dB – Blätterrascheln
- 40 dB – Flüstern
- 50 dB – Unterhaltung
- 60 dB – lautes Gespräch
- 70 dB – Staubsauger
- 80 dB – Straßenverkehr
- 90 dB – Baustellenlärm
- 100 dB – Rockkonzert
- 120 dB – Schmerzgrenze
- 130 dB – Flugzeugstart
- 140 dB – Schmiedehämmer
- 180 dB – Schuss aus Großkaliber
In der Mitte der Skala ist markiert, ab wann mögliche Hörschäden auftreten können (ab etwa 85 dB).
Große anatomische Ohrabbildung
Die Infografik zeigt ein großes stilisiertes Ohr mit markierten Bereichen. Zahlen ordnen die Bestandteile zu:
- Ohrmuschel
- Gehörgang
- Trommelfell
- Hammer
- Amboss
- Steigbügel
- Schnecke (Cochlea)
- Bogengänge (Gleichgewichtsorgan)
- Hörnerv
Daneben ist eine Figur dargestellt, die mit einem Presslufthammer auf den Gehörgang zutritt – als Symbol für Lärmbelastung.
Was passiert in unserem Ohr? – Erklärung der Hörfunktion
Unterhalb der großen Ohrgrafik steht ein ausführlicher Text:
„Was passiert in unserem Ohr?“
- Die Ohrmuschel (1) fängt Schallwellen ein und leitet sie weiter zum Gehörgang (2).
- Von dort treffen sie auf das Trommelfell (3) und bringen es zum Schwingen.
- Die Schwingungen werden auf die kleinen Gehörknöchelchen übertragen: Hammer (4), Amboss (5) und Steigbügel (6).
- Diese verstärken die Schallwellen und geben sie an die Schnecke (7) weiter.
- Die Schnecke ist mit Flüssigkeit gefüllt und enthält Haarzellen. Dort werden die Schwingungen in elektrische Impulse umgewandelt.
- Am Ende der Schnecke sitzt der Hörnerv (9), der die Signale an das Gehirn sendet, wo sie verarbeitet werden.
- Die Bogengänge (8) dienen der Orientierung und dem Gleichgewichtssinn.
Schwerhörig durch „Glatze im Ohr“
Neben der Ohrgrafik befindet sich ein Textfeld mit Piktogramm (Ohr + Dokument):
Erklärung:
„Wenn das Gehör über mehrere Jahre immer wieder hohen Schallpegeln ausgesetzt ist, kann eine irreversible Lärmschwerhörigkeit die Folge sein.
Es entsteht dadurch, dass die Haarzellen in der Hörnervschnecke (7) zerstört werden und absterben.
Es bleibt an dieser Stelle eine ‚Glatze im Ohr‘, die sich nicht mehr regeneriert.
Weder Wind noch Schall können sie wieder zum Klingen bringen, da die Haare (Haarzellen) nicht mehr vorhanden sind.
Haarzellen außerhalb dieser Bereiche bleiben intakt.“
Unten rechts befindet sich ein QR‑Code mit dem Hinweis, dass die Infografik digital heruntergeladen werden kann.
✅ Zusammenfassung
Die Infografik erklärt:
- wie das Ohr funktioniert,
- welche Lautstärken im Alltag gefährlich werden können,
- welche Arten von Gehörschutz es gibt,
- dass dauerhaft hoher Lärm irreversible Schäden verursacht („Glatze im Ohr“),
- und wie wichtig Prävention ist.