Beschäftigte im Handel und in der Warenlogistik müssen besonders auf ihre Hände achten, weil diese durch die Arbeit stark strapaziert werden. Neben dem Kommissionieren gefährdet der Umgang mit Paletten, Rollbehältern und Rollcontainern sowie mit Verpackungsmaterialien die Haut. Die Arbeit mit Kartonagen entzieht ihr zum Beispiel Feuchtigkeit und macht sie trocken und spröde. Im Winter belasten Kälte, Wind, Nässe sowie Heizungsluft die Haut zusätzlich. Dazu kommt die häufige Reinigung von verschmutzten Händen. Oft entstehen dabei kleinste Verletzungen und schädigende Stoffe können in tiefere Hautschichten eindringen und Entzündungen verursachen. Auf die Tätigkeit abgestimmte Schutzhandschuhe helfen dabei, neben dem Schutz vor Verletzungen auch die Verschmutzung der Haut zu verringern.
Allerdings schwitzen die Hände bei längeren Tragezeiten von feuchtigkeitsdichten Handschuhen. Die Haut weicht auf und Schadstoffe und Krankheitserreger haben ein leichtes Spiel. Daher sollten Beschäftigte feuchtigkeitsdichte Schutzhandschuhe nur so lange wie nötig tragen und sie wechseln, wenn die Hände zu schwitzen beginnen. Tipp: Baumwoll-Unterziehhandschuhe sorgen für ein längeres hautverträgliches Klima unter dem Schutzhandschuh, weil sie die Feuchtigkeit aufnehmen. Zur Hautpflege empfehlen sich nach Arbeitsende und in Pausen Cremes, die den Fett- und Feuchtigkeitsverlust ausgleichen. Beim Eincremen der Hände auch die Fingerzwischenräume, die Fingerkuppen und die Nagelfalze nicht vergessen!
Gut zu wissen: Der betriebliche Hautschutzplan informiert über die konkreten arbeitsplatz- bzw. tätigkeitsbezogenen Hautschutzmaßnahmen und wann diese wie anzuwenden sind. Er enthält Informationen über Hautschutzmittel und Schutzhandschuhe, Hautreinigungs- und Hautdesinfektionsmittel sowie über Hautpflege.
Alles Wissenswerte über den Hautschutz in Lager und Logistik gibt es hier in der Übersicht.