Was bedeutet das für die Unternehmen, ihre Ausbilderinnen und Ausbilder? Wie sollen sie zukünftig die Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger vor Arbeitsunfällen schützen? „Langandauernde Unterweisungen im Stil von Frontalvorträgen oder das Vorlesen von Arbeitsschutzmaßnahmen durch die Ausbilderin oder den Ausbilder sind längst passé. Das ist einfach zu trocken. Da hört keiner mehr zu. Wir müssen einfach digitaler, aber auch interaktiver werden, um die Generation Y und Generation Z abzuholen“, sagt BGHW-Referentin Stefanie Hobrack-Zscheich. Das könnten kurzweilige Online-Seminare oder auch ein Escape-Room sein, wie ihn GE Healthcare, ein Hersteller von Medizintechnik, seinen Auszubildenden am Standort Solingen anbietet. Die Idee wurde kürzlich beim BGHW-Wettbewerb „Die Goldene Hand“ ausgezeichnet. Ein zentraler Faktor ist und bleibt jedoch die direkte Kommunikation zwischen Auszubildenden, ihren Ausbilderinnen und Ausbildern sowie Vorgesetzen. Sie sollte menschlich, kooperativ, respektvoll sein und auf Augenhöhe stattfinden. „Das persönliche Gespräch mit der Auszubildenden oder dem Auszubildenden ist extrem wichtig“, erzählt die BGHW-Aufsichtsperson Karsten May: „So schafft man nicht nur Vertrauen und Wertschätzung, sondern sorgt auch dafür, dass die jungen Leute sensibilisiert werden für das Thema Sicherheit und Gesundheit – und das langfristig.“ [sie]