
Wenn die Berufsgenossenschaft anklopft
„Oh je, die Berufsgenossenschaft kommt!“ Sie müssen keine Bauchschmerzen bekommen, wenn sich die BG für eine Betriebsbegehung anmeldet. Wichtige Tipps für die Vorbereitung.

Künstliche Intelligenz hält in immer mehr Arbeitsbereichen Einzug. Sie unterstützt bei Aufgaben, verändert Abläufe – und wirft neue Fragen zu Sicherheit, Vertrauen und Belastung auf. HUNDERT PROZENT hat sich Statistiken und Serviceangebote angeschaut.
KI-gestützte Maschinen und Fahrzeuge sind in vielen Betrieben noch nicht angekommen: 78 Prozent der Befragten geben an, dass sie in ihrem Arbeitsumfeld nicht eingesetzt werden, nur 11 Prozent berichten vom Einsatz. Beim Vertrauen zeigt sich ein gespaltenes Bild: 42 Prozent stehen autonom agierenden Systemen offen gegenüber, 40 Prozent eher skeptisch, 18 Prozent sind unentschieden. Auffällig sind die Altersunterschiede: Jüngere Beschäftigte zwischen 18 und 34 Jahren vertrauen KI deutlich häufiger (57 Prozent) als die über 55-Jährigen (28 Prozent).
KI-Tools unterstützen mich bei der eigenen Arbeit, sagen 29 Prozent der Befragten. Dagegen fühlen sich 11 Prozent durch KI-Tools eher gestresst und verunsichert, 52 Prozent geben an, dass an ihrem Arbeitsplatz gar keine KI-Tools eingesetzt werden.
(Quelle: DGUV Barometer Arbeitswelt 2025 / forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH hat eine repräsentative bundesweite Befragung unter Erwerbstätigen in Deutschland durchgeführt.)
KI-Nutzerinnen und -Nutzer: Drei von vier Beschäftigten nutzen KI bei der Arbeit. Die Nutzung hat sich in den letzten sechs Monaten fast verdoppelt. (Quelle: Jahresbericht zum Work Trend Index 2024 von Microsoft und LinkedIn)
Das KKI am Institut für Arbeitsschutz der DGUV unterstützt Unternehmen dabei, KI sicher und sinnvoll einzusetzen. Es erforscht, wie KI die Arbeit sicherer machen kann – etwa durch intelligente Assistenz- und Schutzsysteme –, und hilft zugleich, mögliche Risiken für Gesundheit und Belastung der Beschäftigten frühzeitig zu erkennen.
Die Daten, mit denen KI-Systeme trainiert werden, müssen frei von Diskriminierung sein. Ein Projekt der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) hat beispielsweise einen Prozess erarbeitet, wie Unternehmen erfolgreich diskriminierungsfreie KI einführen und nutzen können.
Der Einsatz von KI verändert die Arbeitswelt und bringt neue Berufsbilder hervor wie den „KI-Beauftragten im Arbeitsschutz“ oder den „KI-Manager“. Sie kümmern sich darum, dass KI verantwortungsvoll eingesetzt wird, achten darauf, dass gesetzliche Vorgaben eingehalten werden und dass KI sinnvoll im Arbeitsalltag genutzt wird – ohne die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden aus dem Blick zu verlieren.

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