
Mit Sportcoaches zurück in den Alltag
Um beeinträchtigte Versicherte nach einem schweren Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit wieder in Bewegung zu bringen, setzt die BGHW auf den Einsatz von Sportcoaches.

Jeder tödliche Arbeitsunfall ist einer zu viel. Am 28. April erinnert der Workers’ Memorial Day an die Menschen, die durch ihre Arbeit ihr Leben verloren haben. Er macht klar: Arbeit darf nicht tödlich sein. Für den Arbeitsschutz heißt das vor allem: konsequent dranbleiben an der Vision Zero.
Am 28. April steht die Arbeitswelt kurz still. Weltweit wird der Workers’ Memorial Day begangen. Dieser Tag erinnert an Beschäftigte, die bei der Arbeit oder durch Berufskrankheiten ihr Leben verloren haben. Gleichzeitig appelliert er daran, Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit weiter zu verbessern
Denn trotz aller Fortschritte passieren weiterhin tödliche Unfälle. In Deutschland sterben im Schnitt drei bis vier Menschen pro Tag infolge eines Arbeitsunfalls. Viele davon ereignen sich im Straßenverkehr – etwa auf dem Weg zur Arbeit oder bei Dienstfahrten. Auch im Handel und in der Warenlogistik gibt es tödliche Unfälle. Die BGHW hat für das Jahr 2024 insgesamt 55 Todesfälle registriert. 35 Menschen verunglückten direkt bei der Arbeit, 20 auf dem Arbeitsweg. Auffällig ist: Mehr als die Hälfte dieser Unfälle passierte im Straßenverkehr. Ein Blick auf ganz Deutschland zeigt: 2024 gab es 440 tödliche Arbeitsunfälle und 219 tödliche Wegeunfälle. Die Zahlen gehen zwar zurück, aber sie zeigen auch, dass noch viel zu tun ist.
Der Workers’ Memorial Day wurde 1984 von der kanadischen Gewerkschaft für Angestellte ins Leben gerufen. Bereits ein Jahr später erklärte der Dachverband Canadian Labour Congress den 28. April zum jährlichen Gedenktag – in Anlehnung an ein Arbeitsschutzgesetz von 1914. Seit 1991 ist der Tag in Kanada offiziell als „National Day of Mourning“ gesetzlich verankert.
Der Workers’ Memorial Day soll deshalb auch daran erinnern, dass jeder einzelne Unfall verhindert werden kann – oder zumindest verhindert werden sollte. Denn niemand soll bei der Arbeit sein Leben verlieren. Genau hier setzt die Vision Zero an. Das Ziel der Vision ist also eine Arbeitswelt ohne tödliche Unfälle und schwere Erkrankungen. Deshalb sollten Arbeitsplätze so gestaltet sein, dass Fehler nicht zu schweren oder tödlichen Unfällen führen. Menschen machen allerdings bei der Arbeit Fehler. Entscheidend ist, dass diese Fehler nicht tödlich enden. Denn das Leben ist nicht verhandelbar – so eine der Grundmaximen der Vision Zero. Sie setzt daher auf Systeme, die Fehler auffangen, und auf eine Präventionskultur, die Sicherheit fest im Alltag verankert. Zum Beispiel durch gute Abläufe und klare Strukturen. Die BGHW unterstützt die Unternehmen dabei, diese Risiken sichtbar zu machen und Beschäftigte dafür zu sensibilisieren. Gerade im Handel und in der Logistik geht es oft um typische Gefahren beim Verkehr von Flurförderzeugen und Gabelstaplern oder bei Stürzen, Rutschen und Stolpern.
Gleichzeitig verändern sich die Herausforderungen im Arbeitsalltag: Neue Arbeitsformen, steigender Zeitdruck oder komplexe Lieferketten bringen neue Risiken mit sich. Auch die Corona-Pandemie hat deutlich gemacht, wie wichtig stabile Strukturen für Sicherheit und Gesundheit sind. Der Workers’ Memorial Day verbindet also beides: Erinnerung und Auftrag. Er erinnert an die, die nicht mehr da sind – und fordert Unternehmerinnen und Unternehmer, Verantwortliche im Arbeitsschutz und alle Beschäftigten dazu auf, alles dafür zu tun, dass nicht mehr passiert. Am Ende gilt: Jeder Unfall ist einer zu viel. Und jeder verhinderte Unfall zählt. Daher ist die Null das Ziel.
Die zwei Broschüren “Vision Zero im Handel und in der Warenlogistik” richten sich an Unternehmer und Unternehmerinnen und sollen dazu beitragen, tödliche und schwere Arbeits- und Wegeunfälle zu vermeiden.
Beide Broschüren stehen im Kompendium Arbeitsschutz der BGHW in Deutsch und Englisch zum Download zur Verfügung.

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