
Rücken, Knie, Schulter - Risiken beurteilen
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In der hektischen Arbeitswelt werden Pausen oft unterschätzt. Warum sie wichtig sind, wer eine aktive oder passive Pause braucht und was Mikropausen sind – ein Überblick.
Wer arbeitet, muss auch Pausen machen. Denn dann erholt sich unser Gehirn von intensiven Denkprozessen, um wieder konzentriert durchzustarten. Pausen ermöglichen uns, Stress abzubauen. Neben diesen psychischen Erholungseffekten gibt es auch die physischen: Nach langem Sitzen oder monotonem Stehen kann der Körper in einer Pause Verspannungen auflösen. Insgesamt sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die regelmäßig Pausen einlegen, erholter und damit produktiver und kreativer.
Wer dagegen Pausenzeiten vernachlässigt, muss mit körperlichen Beschwerden bis hin zu längeren Krankheitsausfällen rechnen. Die Leistungsfähigkeit nimmt ab, Fehler passieren. Zu wenige Pausen wirken sich auch auf das Betriebsklima aus. Überarbeitete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind oft unzufrieden, und im schlechtesten Fall kündigen sie. Im Arbeitsschutz sind Pausen daher fest verankert: 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden, 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden. Neben diesen längeren Pausen sind vor allem kurze Pausen wichtig, sogenannte Mikropausen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) empfiehlt ein gutes Pausenregime. Das heißt, Pausen während der Arbeitszeit müssen richtig strukturiert und organisiert werden: Wie lange soll eine einzelne Pause sein, in welchen Abständen finden sie statt, wie viele soll es pro Arbeitstag geben?
Führungskräfte sollten bei der Pausengestaltung die Art der Tätigkeit und die individuellen Bedürfnis-se der Beschäftigten berücksichtigen: Wer im Warenlager körperlich arbeitet, braucht häufiger eine kurze Erholung und eine passive Pause. Passiv bedeutet, sich vollständig auszuruhen, ohne physische Anforderung, hinlegen und einfach nichts tun. Wer geistige Tätigkeiten ausübt, braucht längere Pausen mit aktiven Lockerungs- und Entspannungsübungen. Eine gute Pausenkultur gelingt aber nur, wenn alle mitmachen: die Führungskraft als Vorbild und die Mitarbeitenden, die für ihre Gesundheit verantwortlich sind.
Mikropausen oder auch Kurzpausen (ca. 5–10 Minuten) helfen, mental und körperlich aufzutanken und Stress abzubauen. Sie sollten mehrmals am Tag eingelegt werden. Beispiele:
Bewegungspausen: aufstehen, strecken, ergonomische Lockerungsübungen
Atemübungen: Augen schließen und mehrmals tief ein- und ausatmen, kurze Meditation
Augenpause: vom Bildschirm wegschauen und einen Punkt in der Ferne fixieren, eine Silhouette in der Ferne mit den Augen entlang gehen

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