Unterschiedliche Fahrradmodelle
Heute sind bei Brunsbüttel Ports im Elbehafen mehr als 50 Fahrräder im Einsatz, und die Pkw-Flotte wurde deutlich reduziert. Das Besondere: Die Mitarbeitenden wurden von Anfang an mit eingebunden und wählten die Radmodelle aus, die zu ihren Aufgaben passen. Für Transporte schwerer Anschlagmittel wurden Lastenräder mit großer Transportbox angeschafft, mit E-Motor oder ohne. Für Fahrten über Gleise gibt es Modelle mit zwei Vorderrädern und extra breiten Reifen. Wer nur kurze Wege hat, nutzt kompakte, wendige Räder. Vielen Mitarbeitenden wurde klar, dass sie mit dem Rad oft schneller am Ziel sind als mit dem Auto, zumal so viele Fahrräder zur Verfügung stehen, dass sich Wartezeiten und Abstimmungen komplett erübrigen.
Förderung auch privat
Die Umstellung auf Fahrräder blieb nicht auf den Betrieb beschränkt. Seit 2016 bietet Brunsbüttel Ports seinen Beschäftigten ein attraktives Fahrradleasing an: Bis zu drei Räder können – auch für Familienangehörige – geleast werden, mit monatlichem Zuschuss und Steuervorteil. Auch Auszubildende können das Angebot nutzen. Die Fahrradinfrastruktur auf dem Firmengelände wurde mit der Zeit ebenfalls immer weiter optimiert:
- Fahrradabstellplätze: überdacht, beleuchtet und barrierefrei.
- Abschließbare Fahrradschuppen für Mitarbeiterfahrräder
- Umkleiden und Duschen, auch für die Mitarbeitenden in der Verwaltung
- Waschmaschine und Trockenmöglichkeiten
- Fahrradwerkbank für kleine Reparaturen auf dem Gelände
- Kooperation: Regelmäßige Wartung durch regionales Fahrradgeschäft
All diese Maßnahmen führten dazu, dass mehr und mehr Mitarbeitende mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen. Gerade in einer Region, in der Busverbindungen spärlich sind und der Nord-Ostsee-Kanal die Stadt teilt, ist das Fahrrad oft das schnellste Verkehrsmittel, vor allem im Schichtbetrieb. Die Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal nimmt Fahrräder immer mit, während sich für Autofahrende auch Wartezeiten ergeben können. Inzwischen wurden über 100 Leasingverträge abgeschlossen.