Sprecher: Die Selbstverwaltung der BGHW lebt vom ehrenamtlichen Engagement ihrer Mitglieder wie beispielsweise Peter Kroes.
Peter Kroes: Hallo, herzlich willkommen. Mein Name ist Peter Kroes. Wir sind hier bei IKEA-DS. Das ist das Europa-Lager von Ikea und wir verteilen von hier aus die Ware europaweit entweder direkt zu den Möbelhäusern oder halt auch zu dem Endkunden. Diese beiden Geschäfte betreiben wir hier.
Sprecher: Er ist seit einem Jahr dabei und engagiert sich als Mitglied im Rentenausschuss.
Peter Kroes: Als ich vor einem Jahr gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte, im Rentenausschuss tätig zu werden, konnte ich mir noch gar nichts darunter vorstellen. Aber jetzt muss ich ganz ehrlich sagen, war ich positiv überrascht, wie spannend sich das herausgestellt hat.
Sprecher: Die Unterstützung für die Neuen im Ehrenamt? Super, findet er.
Peter Kroes: Also ich hatte in keinster Art und Weise irgendwie das Gefühl, dass ich da ins kalte Wasser geworfen wurde oder irgendwie alleine gelassen worden bin. Im Frühjahr dieses Jahres gab es eine Schulungsveranstaltung der Berufsgenossenschaft und da muss ich ganz ehrlich sagen, die fand ich richtig gut, weil gerade uns Neuen erklärt wurde: Was ist überhaupt ein Arbeitsunfall, was ist ein Wegeunfall und was gibt es auch für Reha-Maßnahmen?
Sprecher: Und einige Fragezeichen, gerade bei den ersten Rentenausschusssitzungen, seien völlig normal.
Peter Kroes: Gerade so bei den ersten Sitzungen, wo man noch ganz, ganz frisch ist, gab es auch viele Fremdwörter, viele medizinische Fremdwörter. Aber da muss ich ganz ehrlich sagen, hat das Sachbearbeiter auch wirklich gut geholfen und hat auch dann immer wieder erklärt, was damit gemeint ist und was hinter diesen Spezialbegriffen steht.
Sprecher: Seinen Horizont erweitert er auf jeden Fall.
Peter Kroes: Bei den Sitzungen des Rentenausschusses lernt man ja auch immer wieder dazu. Ich habe zum Beispiel keine Ahnung gehabt, dass zum Beispiel ein Hautkrebs eine Berufskrankheit sein kann, gerade bei Lkw-Fahrern, die natürlich permanent der Sonne ausgesetzt sind, ist das eine anerkannte Berufskrankheit. Das war mir bis dato auch nicht so klar.
Sprecher: Und im Betrieb profitieren Kolleginnen und Kollegen ebenfalls von seinem neuen Wissen.
Peter Kroes: Also gerade durch das Ehrenamt bei der Berufsgenossenschaft bekommt man natürlich auch die Kampagnen mit, die aktuell anstehen und die wir auch dann hier diskutieren und auch unterstützen. Also ganz aktuell gibt es ja die Kampagne „Gewalt im Handel“, die uns natürlich auch am Herzen liegt, dass wir das den Kollegen auch erklären und auch sagen, dass die Berufsgenossenschaft zwar da ist und dass das eine eine wichtige Sache ist, dass man das ein bisschen sensibilisiert das Thema, auch in den Betrieben.
Sprecher: Das Ehrenamt anpacken bewährt sich.
Peter Kroes: Ich glaube auch ganz wichtig ist halt, wenn man ein Ehrenamt macht, ob es jetzt bei der Berufsgenossenschaft ist oder so, dass man auch gerade lernt durch das Tun. Das ist ganz wichtig. Das war für mich ja auch neu und ich habe dadurch am meisten gelernt, dass ich es einfach gemacht habe. Deshalb will er auch die jüngere Generation motivieren. Gerade für junge Menschen ist es wirklich interessant, ein Ehrenamt bei der Berufsgenossenschaft anzunehmen, weil sie sich erst mal auch persönlich weiterentwickeln können. Sie lernen was dazu und sie sind auch nicht immer im gleichen Dunstkreis und haben definitiv auch mal die Möglichkeiten, ein Netzwerk aufzubauen, Kontakte knüpfen. Das finde ich schon ganz wichtig. Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen. Das ist eine gute Sache und macht das.