
Erholung mit Nebenwirkungen: krank im Urlaub
Viele werden ausgerechnet im Urlaub krank. Warum der Körper dann schlappmacht – und was Beschäftigte und Unternehmen für echte Erholung tun können.

Ladendiebstahl, Beleidigungen, Übergriffe: Mitarbeitende im Handel haben es häufig mit aggressiver Kundschaft zu tun. Zu ihrem Schutz beschäftigen Dennis Henkelmann und Viet Nguyen Duc, zwei Berliner Einzelhändler, in ihren Lebensmittelmärkten Sicherheitskräfte. Die BGHW bietet Hilfe zur Selbsthilfe.
„In der Vergangenheit kam es häufig zu Pöbeleien und Übergriffen, vor allem im Zusammenhang mit Alkohol- oder Drogenkonsum. Seitdem die Sicherheitskräfte bei uns arbeiten und Präsenz zeigen, sind diese Übergriffe zurückgegangen. Und die Mitarbeitenden fühlen sich wohler“, erzählen Viet Nguyen Duc und Dennis Henkelmann, Betreiber mehrerer Berliner Lebensmittelmärkte. „Unsere Security-Männer nehmen ihre Arbeit auf, wenn die Sonne untergeht, und sie bleiben, bis der Markt um 23 Uhr schließt. Sie gehen dann voraus und warten, bis alle Beschäftigten das Geschäft verlassen haben“, sagt Henkelmann. Er betreibt zwei Rewe-Lebensmittelmärkte in Berlin Friedrichshain. Einer liegt an der Partymeile Warschauer Straße. Abends waren Kunden oft alkoholisiert und übergriffig. „Meine Mitarbeitenden – überwiegend Frauen – baten mich um Unterstützung. Dem bin ich natürlich nachgekommen. Seitdem die Sicherheitsleute kommen, ist es gut“, so der 34-Jährige.
Zum Team des Rewe-Marktes von Viet Nguyen Duc in Tegel gehören zwei Sicherheitskräfte. David ist einer von ihnen. „Seine Anwesenheit wirkt“, sagt sein Chef. Wir begleiten ihn und den 26-Jährigen auf dem Weg durch den Markt zum Personalraum. Es ist ruhig an diesem Vormittag. Wir gehen an bunten Gemüse-, Obstständen und Regalen vorbei. An einem Fach mit Drogerieprodukten bleibt David abrupt stehen. Er zeigt auf ein Fach, in dem mehrere Reihen Haarshampoo-Flaschen fehlen. „Gestohlen!“, sagt David.
„Die Ladendiebstähle sind ein großes Problem“, berichtet Viet Nguyen Duc. Es vergehe kaum ein Tag, an dem nichts geklaut werde. Dabei sind im Markt 48 Überwachungskameras verteilt. Auf zwei Bildschirmen kann David das Geschehen im Büro beobachten. „Es ist unglaublich, wie viele Langfinger es gibt, die wir nicht erwischen“, sagt er.
Man habe es teils mit organisierten Banden zu tun, die Einkaufswagen mit Diebesgut hinausschleusten. „Aber wir geben nicht auf!“, so der Familienvater, der mehrfach Opfer brutaler Überfälle war. „Einmal hielt mir jemand eine Pistole an den Kopf und drohte: ‚Tresorschlüssel raus oder ich lege dich um‘“, erinnert er sich. Dieser glimpflich ausgegangene Vorfall liege viele Jahre zurück. Vergessen werde er ihn niemals.
„Genau für Menschen, die diese oder ähnliche Situationen erleiden oder miterleben, bietet die BGHW die Akutintervention an“, betont Marita Klinkert, Mitglied der BGHW-Geschäftsführung. Zu dieser psychologischen Soforthilfe gehört auch die Beratung über Möglichkeiten der Traumaverarbeitung, so Klinkert.
Über diese und weitere BGHW-Angebote, wie Qualifizierungsmaßnahmen zum Umgang mit konfliktbereiter Kundschaft, informieren auch die BGHW-Aufsichtspersonen, die im Kontakt mit den Mitgliedsbetrieben stehen. „Selbstverständlich besuchen wir Betriebe nach einem Unfall oder Überfall möglichst schnell, informieren über die Soforthilfen und unterstützen auf Zuruf“, sagt Aufsichtsperson Robert Zimmermann. „Das Feedback, das Betroffene uns nach der Akutintervention geben, bestätigt, wie wichtig sie ist. Die Beteiligten konnten das Geschehene besser verarbeiten und fühlten sich nicht allein gelassen“, weiß Zimmermann.
Zum Umgang mit konfliktbereiter Kundschaft bietet die BGHW Qualifizierungsangebote an:
Weitere Infos und Seminare unter https://www.bghw.de/gegen-gewalt und
www.bghw.de/weiterbildung-services.

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