
Nach Berufskrankheit: Vom Steinmetz zum Kaufmann
Wegen der Quarzstaublungenerkrankung musste Bernhard Schild seinen Beruf als Steinmetz und Steinbildhauer-Meister aufgeben. Er schulte um zum Kaufmann für Büromanagement.

„Dieser Sport gibt mir ein ganz besonderes Freiheitsgefühl. Dabei habe ich alpines Skifahren erst als Rollstuhlfahrer gelernt“, sagt Christoph Weis. Seitdem er selbst Rollstuhlfahrer ist, könne er viel besser nachempfinden, was die Teilnehmenden der Paralympics in den Wettbewerben leisten.
Der BGHW-Versicherte ist seit seinem 20. Lebensjahr durch einen schweren Fahrradunfall querschnittgelähmt. „Für mich ist es immer wieder unglaublich, was diese Hilfsmittel in Verbindung mit sportlichen Leistungen ermöglichen“, schwärmt Christoph Weis, der unter anderem Handbike fährt, angelt, Rollstuhlbasketball spielt. „Mit Skiern – wie auch mit dem Handbike – komme ich in Landstriche, die ich mit dem Rollstuhl nie erreichen kann“, erzählt er. „Sport hat immer eine große Rolle für mich gespielt. Ich möchte wissen, wo meine Grenzen sind,“, beschreibt der 34-Jährige. Bereits in der ersten Reha nach seinem Fahrradunfall im Jahr 2011 sei er in der BG Klinik Tübingen für die Teilnahme an einer Ski-Freizeit rekrutiert worden. „Der Anfang war schwer und extrem anstrengend. Ich bin gefühlt in jeder Kurve umgestürzt. Bis man die Balance hat, das dauert. Aber mit der Zeit wurde ich immer sicherer. Und es macht totalen Spaß“, schildert Weis.
Im Mono-Ski sitzt er in einer Sitzschale, die über ein Feder-Dämpfer-System mit einem einzelnen Ski verbunden ist. Dieser Mono-Ski wird über die Gewichtsverlagerung des Oberkörpers gesteuert. Mithilfe von speziellen Stützstöcken kontrolliert er Gleichgewicht und Richtung. Die Sitzschale des Mono-Skis muss in Breite und Höhe genau angepasst werden. „Nach einer Woche fühlt man sich, als hätte man doppelt so dicke Arme“, schildert Weis lachend. Zwar sei er im Wintersport oft der einzige Mono-Skifahrer, doch gemeinsam mit anderen sei er in einer Gruppe unterwegs – und das genieße er sehr. „Das ist auch für meine psychische Gesundheit gut“, weiß er.
Inzwischen geht’s auch auf eigene Faust zum Skifahren, unter anderem mit der Familie oder mit Sportfreunden aus dem Basketballclub Freiburg. „Es gibt so herrliche Skigebiete und der Sport hilft, die Fitness für den Alltag zu steigern“, sagt der Naturfreund. Die Berge liebt er seit seiner Kindheit. Durch die früheren Familienurlaube und Wanderungen in der Schweiz hat er eine besondere Beziehung zum Nachbarland. Bereits während des Studiums arbeitete er im Paraplegikerzentrum für Menschen mit Querschnittlähmung in Nottwill am Sempacher See in der Schweiz. Gemeinsam mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn lebt der 34-Jährige heute in der Nähe des Luzerner Kantonspitals, wo er als Assistenzarzt arbeitet.

Wegen der Quarzstaublungenerkrankung musste Bernhard Schild seinen Beruf als Steinmetz und Steinbildhauer-Meister aufgeben. Er schulte um zum Kaufmann für Büromanagement.
Durch einen schweren Arbeitsunfall verlor Dirk Boßmeyer ein Bein. Mit Unterstützung seines Chefs und seiner Kollegen bei Getränke Essmann kehrte er zurück in den Job.
„Jeder Mensch hat eine Chance verdient“, sagt Johannes Koenen. Diese Haltung zeigt er auch als Arbeitgeber von Thomas Ressing, dessen Unterschenkel amputiert werden musste.
Eine Berufskrankheit zwang Florian Weidenweber zum Umdenken – mit Unterstützung der BGHW und seines Arbeitgebers Suffel Fördertechnik gelang ihm eine erfolgreiche Umschulung.
Im Fahrsicherheitstraining „Mobil? Aber sicher!“ kommen Autofahrer ans Limit. Die BGHW und andere Berufsgenossenschaften bieten dieses Seminar mit dem Auto Club Europa an.

Wenn am Sonntag, 5. Oktober, der Köln Marathon in der Domstadt startet, werden auch Mitarbeitende der BGHW dabei sein. Sie laufen im Staffel-Marathon R(h)ein Inklusiv.
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