Am Lenker eines schwarzen Pedelecs hängt ein silberner Fahrradhelm. Nur der Lenker des Rades und zwei daneben stehender Fahrräder sind zu sehen.
Datum der Veröffentlichung: Lesezeit: 3 Minuten

Mehr Sicherheit für Radfahrer

Die BGHW befragt derzeit rund 21.000 Versicherte, die in den Jahren 2023 bis 2025 während der Arbeit oder auf dem Weg zur Arbeit oder zurück mit dem Fahrrad verunglückt sind.

Das Wichtigste im Überblick 

  • Der Anteil der Fahrradunfälle ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.
  • Um aus diesen Unfällen Erkenntnisse für gezielte Sicherheitsmaßnahmen für Radfahrende zu erhalten, befragt die BGHW 21.000 Versicherte, die mit einem Fahrrad verunglückt sind.
  • Die Umfrage unter den Versicherten ist online und erfolgt anonym.
  • Einzelheiten und Ziel der Befragung schildert Ina Papen, BGHW-Referentin Verkehrssicherheit, im Interview.
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Ein Porträtfoto von Ina Papen, eine Frau mit Schulterlangen schwarzen Haaren, schaut freundlich in die Kamera. Sie traägt ein weißes T-Shirt und eine schwarze Jacke darüber.
Ina Papen, BGHW-Referentin Verkehrssicherheit

Mit einer gezielten Aktion setzt sich die BGHW für mehr Sicherheit im Straßenverkehr für Radfahrende ein. Derzeit schreibt sie rund 21.000 Versicherte an, die in den Jahren 2023 bis 2025 während der Arbeit oder auf dem Weg zur Arbeit oder zurück mit dem Fahrrad verunglückt sind. Die BGHW bittet sie in einer anonymen Online-Befragung, ihre Unfallerfahrungen mitzuteilen. Das Ziel der Aktion und worum es in der Befragung geht, schildert Ina Papen, BGHW-Referentin Verkehrssicherheit, im Interview mit HUNDERT PROZENT. 

Was veranlasst die BGHW zu der aktuellen Befragung? 

Ina Papen: Der Anteil der Fahrradunfälle ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Das macht uns als gesetzliche Unfallversicherung Sorgen. Leider erfahren wir nicht immer genau, welche Ursachen diese Unfälle haben. Häufig werden in der Unfallanzeige oder auch beim Arzt keine konkreten Informationen zum Unfallgeschehen gegeben. Aus diesem Grund befragen wir jetzt 21.000 Versicherte, die in den vergangenen Jahren mit dem Fahrrad verunglückt sind.   

Was versprechen Sie sich von den Schilderungen der Befragten für die Verkehrssicherheitsarbeit?

Durch konkrete Angaben zu den Unfällen hoffen wir, belastbare Informationen zu erhalten, um entsprechende Maßnahmen ableiten zu können, mit denen wir Beschäftigte und Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber unterstützen können, um das Radfahrern sicherer zu gestalten.  

Welche Fragen stellen Sie den BGHW-Versicherten?

Beispielsweise fragen wir nach Rahmenbedingungen und Schutzkleidung: Wie war die Witterung, die Infrastruktur? Waren andere Personen beteiligt? Wir fragen auch nach der technischen Ausstattung des Fahrrades und welche Maßnahmen Versicherte zu ihrer Sicherheit nach dem Unfall ergriffen haben. Zum Beispiel: Haben Sie einen Helm getragen? Fahren Sie weniger Rad als vorher? Auch die Erwartungen an die Führungskraft wird thematisiert werden. Wir möchten wissen, was Versicherte und Arbeitgebende aktuell schon für die Verkehrssicherheit von Radfahrenden machen und erkennen, wo die BGHW unterstützen kann.

Welche denkbaren Maßnahmen könnte die BGHW für mehr Verkehrssicherheit ableiten?  

Unser Ziel ist, Angebote für die Arbeitgebenden und Versicherten zu optimieren und ergänzen. Die BGHW bietet schon lange Aktionen an, unterstützt Arbeitgebende, Führungskräfte und ihre Beschäftigten, zum Beispiel mit Fahrrad- und Pedelec-Trainings die wir für unsere Mitgliedsbetriebe durchführen. Die Befragung soll uns auch deutlich machen, welche Unterstützungsmöglichkeiten Versicherte oder auch Führungskräfte benötigen, um Radfahren sicherer zu machen. Daher meine Bitte: Wenn auch Sie von uns angeschrieben worden sind, beteiligen Sie sich bitte. Nehmen Sie sich kurz Zeit für die Beantwortung unserer Fragen. Vielen Dank!

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