
Schmierstoffe ohne Rutsch- und Sturzgefahren
Bei Fuchs Lubricants Germany werden Schmier- und andere flüssige Stoffe gehandelt. Wie minimiert die Firma typische Risiken in der Chemie-Logistik?

Jeder Rentenfall ist einer zu viel. Deshalb hat die BGHW in einer Studie rund 1.000 neue Rentenfälle genauer analysiert, um geeignete Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Sieben Fakten auf einen Blick.
Den Spitzenplatz belegt das Verkaufspersonal mit 30%, gefolgt von Lkw- und Pkw-Fahrern mit 20% sowie Fahrern von Flurförderzeugen, Kommissionierern
und Lageristen mit zusammen 17%.
Die 46- bis 65-Jährigen haben das höchste Risiko für einen bleibenden Körperschaden. Gründe könnten sein: abnehmende Sehfähigkeit im Alter, abnehmende individuelle Fähigkeit, sich beim Rutschen abzufangen, sowie eine geringere Heilungsfähigkeit.
Dr. Christoph Wetzel: Weil das bei den Rentenfällen die häufigste Ursache ist. Und weil die Versicherten in diesen Fällen häufig einen bleibenden Körperschaden zurückbehalten. Das sind Schäden, die sie nicht nur in ihrer Arbeitsfähigkeit deutlich einschränken, sondern auch in ihrer Lebensqualität. Darüber hinaus bedeuten die andauernden Rentenzahlungen eine wirtschaftliche Belastung der Mitgliedsbetriebe. Die BGHW wendet etwa ein Drittel des jährlichen Beitrages für Rentenzahlungen auf. 2021 waren das beispielsweise rund 447 Millionen Euro.
Dr. Christoph Wetzel: Mit dieser genaueren Differenzierung wollen wir konkretere Aussagen über Unfallschwerpunkte machen. Es ist wichtig zu wissen, was genau und wie oft passiert ist. So können wir jetzt an verschiedenen Stellen ansetzen und viel zielgerichtetere Maßnahmen erarbeiten. Und wir haben Erkenntnisse über die Branchen und Personengruppen gefunden, wofür wir speziellere Präventionsangebote entwickeln und anbieten können.
Dr. Christoph Wetzel: Die wichtigste Erkenntnis ist, dass sich etwa zwei Drittel der Sturzunfälle auf einer ebenen Fläche oder aus niedriger Höhe ereigneten. Eine Häufung also bei den Tätigkeiten, die allgemein für nicht so gefährlich gehalten werden. Bei den Unfallursachen waren die herumliegenden Gegenstände und gleitfördernde Stoffe wie Wasser weit vorne. Dies bedeutet, viele dieser sturzbedingten neuen Rentenfälle hätten die Mitgliedsbetriebe mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Ordnung und Sauberkeit vermeiden können. Der Präventionsansatz liegt damit eindeutig im Schwerpunkt auf Ordnung und Sauberkeit, wobei natürlich die Fußböden auch in Ordnung sein müssen.

Ein Fehltritt in der Höhe? Kann lebensgefährlich sein! Die PSAgA soll Beschäftigte bei Arbeiten in der Höhe schützen – vorausgesetzt, sie wird richtig eingesetzt.
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