Gemeinsam stark.
Ehrenamt – BGHW Selbstverwaltung
Sprecher: Silke Mayer-Seidler ist im Wareneingang bei Netto in Worms beschäftigt. Seit 33 Jahren ist sie dort im Betriebsrat. In der Selbstverwaltung der BGHW engagiert sie sich seit 2005 ehrenamtlich. Von Anfang an war sie dort in der Vertreterversammlung und im Rentenausschuss aktiv. 2017 übernahm sie für die Arbeitnehmerseite den Vorsitz der Vertreterversammlung.
Sprecher: Was sie motiviert hat, ins Ehrenamt einzusteigen?
Silke Mayer-Seidler: Ich habe mich in der Selbstverwaltung engagiert, weil ich wissensbegierig, wissenshungrig oder wissensdurstig war, wie auch immer man das bezeichnen will und dann war die Selbstverwaltung der richtige Ort, wo ich mich wohlgefühlt habe.
Sprecher: Sie selbst hat über die Jahre viele Erfahrungen gesammelt. Der Einstieg in den Rentenausschuss hat sie besonders geprägt.
Silke Mayer-Seidler: Ich bin ja in vielen Ausschüssen, nicht nur in meiner Funktion, sondern weil ich ja auch mal ursprünglich im Rentenausschuss angefangen habe. Das ist einer der Ausschüsse, wo man beginnen kann, um erstes Wissen, erste Gemeinsamkeiten, erste Neuerungen zu erlernen, kennenzulernen, um da ein Wissen zu erlangen, das uns allen hilft. Wissen, das uns allen hilft, beginnt bei uns im Rentenausschuss.
Sprecher: Für die Arbeitnehmerseite setzt sie auf Vielfalt unter den Ehrenamtlichen.
Silke Mayer-Seidler: Die Frage nach der Parität in den Ausschüssen, in der Vertreterversammlung, grundsätzlich in der Selbstverwaltung liegt darin, wir haben nicht nur Mann, wir haben nicht nur Frau, wir haben nicht nur Arbeitgeber und Versichertenseite, wir brauchen den gesunden Mix. Und damit wir den gesunden Mix haben, brauchen wir auch ganz viele Frauen. Und Frauen haben auf ganz viele Dinge einfach einen anderen Blick und im Arbeits- und Gesundheitsschutz ist die Frauenperspektive ebenso wichtig wie die Männerperspektive.
Sprecher: Vor allem der unverbrauchte Blick der nachfolgenden Generation im Ehrenamt ist ihr wichtig.
Silke Mayer-Seidler: Ich selbst bin ja schon ganz lange dabei und war auch ein paar Tage jünger und weiß, wir brauchen diese jungen, dynamischen Kolleginnen und Kollegen als Multiplikatoren für uns alle, um auch das Wissen, das wir erlangen, die Trennschärfe, das Augenmerk auf den Platz, das nichts passiert oder nichts passieren soll, noch mal richtig zu verschärfen und deswegen sind Multiplikatoren in den Betrieben, egal welcher Couleur verdammt wichtig. Und die brauchen wir.
Sprecher: Ans Aufhören im Ehrenamt denkt sie nicht.
Silke Mayer-Seidler: Man erweitert immer wieder seinen Horizont, für mich ist das auch nach 17 Jahren immer noch hochspannend und interessant.