Szene 1: Stefan Ganzke, Experte für Sicherheitskultur und Kommunikation, steht in einem Besprechungsraum und wird interviewt. Im Hintergrund sind mehrere Bilder von verschiedenen Menschen zu sehen. Links im Bild steht neben ihm ein Aufsteller mit der Aufschrift „Wandelwerker – Weil Sicherheit beim Bewusstsein beginnt“.
Frage 1: Welche Wahrnehmungstypen gibt es?
Antwort 1: Es gibt im Wesentlichen eine Handvoll Wahrnehmungstypen. Es gibt die visuellen, die Auditiven, die Kinästhetischen, also die, die über das Gefühl kommunizieren. Sowie olfaktorisch, also über Riechen und gustatorisch über Geschmack.
Frage 2: Wie finde ich heraus, welcher Wahrnehmungstyp vor mir steht?
Szene 2: Stefan Ganzke ist nun von der rechten Seite zu sehen und steht nach wie vor im Besprechungsraum.
Antwort 2: Ich finde heraus, welcher Wahrnehmungstyp vor mir steht, indem ich erst einmal zuhöre wie er spricht. Spricht er zum Beispiel in Bildern kann ich davon ausgehen, dass er ein visueller Typ ist.
Frage 3: Wie kommuniziert man mit diesen Wahrnehmungstypen?
Szene 3: Stefan Ganzke ist wie am Anfang im Besprechungsraum von vorne zu sehen.
Antwort 3: Die Kommunikation mit diesen Typen ist sehr wichtig, weil ich meine Botschaften vermitteln und vor allem verankern will. Bei einem visuellen Typen spreche ich mit Bildern. Ich male quasi Bilder, die er sich genau im Kopf vorstellen kann. Bei einem kinästhetischen Typen spreche ich über Gefühle. Was habe ich gefühlt, als ich zum Beispiel ein Ereignis erlebt habe? Wenn jemand sehr stark auditiv wahrnimmt, dann muss ich über Geräusche sprechen – zum Beispiel einen lauten Knall. Bei den gustatorischen Typen muss ich über Geschmack sprechen. Ich könnte zum Beispiel sagen „die Aussagen schmecken mir nicht“. Wenn ich olfaktorische Typen habe, dann gehe ich über Gerüche. Hier könnte man sagen: „Die Aussagen stinken doch bis zum Himmel“.
Frage 4: Welche Fehler sollte man in der Kommunikation vermeiden?
Szene 4: Stefan Ganzke ist erneut im Besprechungsraum von vorne zu sehen.
Antwort 4: Ein Fehler ist immer, von mir auszugehen. Nur weil ich zum Beispiel ein visueller Typ bin, kann ich das nicht auf alle anderen übertragen. Ich muss das herausfinden. In einem Kleinunternehmen sind es ja nur weniger Angestellte, die man in der Regel alle kennt. Da kann man gezielt mit der Sprache arbeiten. Wenn ich es nicht weiß, dann nehme ich einen bunten Blumenstrauß und streue alle fünf Sinneswahrnehmungskanäle an. Dann ist die Chance hoch, dass meine Informationen dort ankommen, wo sie hinsollen. Filmende.