Beschäftigte von Algeco im Gespräch
Datum der Veröffentlichung: Lesezeit: 3 Minuten

Beim Ehrgeiz packen

Die höchsten Sicherheitsstandards bringen nichts, wenn sie nicht von den Beschäftigten verinnerlicht werden. Mithilfe eines effektiven Motivationssystems hat das Unternehmen Algeco erreicht, dass seine Belegschaft an den verschiedenen Standorten nicht nur versucht, sich in puncto Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz stetig zu verbessern, sondern sogar gegenseitig zu übertrumpfen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Das Unternehmen Algeco aus Kehl am Rhein gewinnt den BGHW-Präventionspreis Goldene Hand 2022 mit dem eingereichten Projekt „Managementsystem Maturity Score Audit“.
  • Die Idee: Mithilfe des Managementsystems soll nicht nur überprüft werden, ob Mitarbeitende Vorschriften einhalten, sondern sie sollen vor allem dazu animiert werden, diese mitzugestalten. Je nach Umsetzung können die Beschäftigten Bronze, Silber, Gold oder Platin erreichen und sich kontinuierlich verbessern.
  • Das Ziel: Gleiche Strukturen und gleiche Standards beim Arbeitsschutz für die Mitarbeitenden an allen Standorten.
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Mitten im baden-württembergischen Kehl am Rhein, nahe der französischen Grenze, hat die Algeco GmbH ihren Hauptsitz. Der Anbieter für modulare Raumsysteme vermietet Raum-, Büro-, Sanitär- und Lagercontainer, fertigt aber auch mobile Bauten für Schulen, Kitas, Bürogebäude, Wohnheime und Shops an.

Wer den Angestellten von Algeco einmal bei der Arbeit zugesehen hat, versteht sofort, warum das Thema Arbeitssicherheit hier eine große Rolle spielt. Was optisch an das Bauen mit Legosteinen erinnert, ist schwere, mitunter nicht ungefährliche Arbeit. Die Beschäftigten, die für Montage, Transport und Reparatur der bis zu drei Meter hohen Container zuständig sind, müssen definitiv schwindelfrei sein, denn das Arbeiten auf Containerdächern ist hier an der Tagesordnung. Warnwesten, Hand- und Sicherheitsschuhe, Helme, Schutzbrillen sowie Geschirre zur Höhensicherung gehören zur persönlichen Ausrüstung der Angestellten. In den vergangenen Jahren hat Algeco immer wieder in innovative Sicherheitsmaßnahmen, wie Spannseil- und Rückhaltesysteme zur Absturzsicherung, investiert.

Gleiche Strukturen und gleiche Standards für alle

Der Schutz seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist Geschäftsführer Dietmar Müller ein persönliches Anliegen: „Am Anfang meiner Karriere war ich in einem Betrieb tätig, in dem es während meiner Anstellungszeit zwei Todesfälle mit Fremdarbeitern gab, welche die Sicherheitseinweisungen nicht richtig umgesetzt haben. Ich habe mir damals zu 100 Prozent geschworen: Das wird mir nicht passieren, dafür werde ich alles tun!“, erklärt er mit Nachdruck. Doch wie stellt man als Unternehmen, das rund 800 Menschen an 15 Standorten in Deutschland beschäftigt und über Niederlassungen in mehr als 20 Ländern verfügt, sicher, dass sämtliche Vorgaben für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz auch wirklich eingehalten werden? „Die größte Herausforderung ist, dass alle Standorte in der gleichen Struktur nach den gleichen Standards arbeiten“, erzählt HSEQ-Manager Michael Konrad.

Managementsystem animiert zu Verbesserungen

Aus diesem Grund hatte er gemeinsam mit Kollegin Nadine Weiler, ebenfalls HSEQ-Managerin, eine Checkliste zur Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen in aufeinander aufbauenden Reifegraden entworfen. Dabei entstand die Idee, ein Managementsystem zu entwickeln, das die Einhaltung der Vorschriften nicht nur überprüft, sondern die Belegschaft auch aktiv in deren Gestaltung miteinbezieht. Aber wie motiviert man Leute, Regeln nicht nur einzuhalten, sondern sie im Idealfall noch zu verbessern?

Jil Wiertner und Sergej Vesirjak bei den täglichen Sicht- und Funktionskontrollen
Alles im Blick: Jil Wiertner und Sergej Vesirjak von Algeco dokumentieren die täglichen Sicht- und Funktionskontrollen

Wer schafft Bronze, Silber, Gold und Platin?

Mit dieser Leitfrage im Hinterkopf hat Algeco einen Fragenkatalog, den sogenannten Maturity Score Audit, eingeführt. Das Besondere daran: Als Ergebnis werden keine Prozentsätze ermittelt. Stattdessen gibt es ein fünfstufiges Reifegradmodell, in dem die Standorte je nach Ranking in verschiedenen Kategorien die Auszeichnungen Bronze, Silber, Gold oder Platin erreichen können. „Nach dem letzten Audit haben wir die Ergebnisse in einer Tabelle, ähnlich wie beim Fußball, präsentiert“, so Konrad. Dadurch habe sich auch die Kommunikation zwischen den Standorten verbessert, da diese sich anschließend zu ihren Scores ausgetauscht haben: „So nach dem Motto: Beim Thema Visualisierung habt ihr Gold erreicht. Wie habt ihr das denn geschafft?“, berichtet er. Ziel des Systems: Bei der Einhaltung und fortlaufenden Verbesserung der einzelnen Themengebiete zu unterstützen, diese aber auch zu bewerten, dabei gleichzeitig den Team- und Wettbewerbsgeist zwischen ihnen zu entfachen und so letztendlich den bestmöglichen Schutz der Beschäftigten zu erreichen. Ein Jahr später ist klar: Der Plan ist aufgegangen. „Die überwiegende Zahl unserer Depots ist seit mindestens 1000 Arbeitstagen unfallfrei“, verkündet Müller stolz. Der Maturity Score Audit wird nun auf die Standorte der anderen DACHS-Länder, Österreich und Slowenien ausgeweitet.

Algeco in Kehl am Rhein: Managementsystem Maturity Score Audit

Das Unternehmen Algeco

  • Algeco ist ein führender Anbieter für modulare Raumlösungen mit Deutschlands größter Mietflotte, 15 Standorten bundesweit sowie Niederlassungen in über 20 weiteren Ländern.
  • Das Unternehmen bietet mobile Immobilien zum Wohnen, Lernen und Arbeiten aus einer Hand und beliefert Baustellen, Handwerk und Gewerbe mit schnellen Container-Lösungen, auf Wunsch komplett ausgestattet und samt Service von Wartung bis Security.
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Mit der GOLDENEN HAND zeichnet die BGHW jedes Jahr Unternehmen aus, die die Gesundheit und Sicherheit ihrer Belegschaft nicht dem Zufall überlassen. Dabei gilt: Je kreativer und motivierender, desto besser!

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